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2 (1923) Von der Mitte des zehnten Jahrhunderts bis zum Ausbruch des Kampfes zwischen Kirche und Staat : mit Index
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736 Geschichte der lateinischen Literatur des Mittelalters. Zweiter Teil.

Itaque librum de astrologia translatum a te michi petenti dirige et siquid mei voles inreconpensationem Indubitate reposce (Anfang 984). Daß Gerbeit nicht im arabischen Spanienwar, wie Ademar v.Chabannes (Cantor a.a. 0. S. 798) angibt, zeigt Büdinger a.a.O. S. 1015vgl. Havet p. VII n. 1. Zur Reise nach Rom s. Richer 3, 43 p. 100; daß die Musik, wieRieh er 3, 44 sagt, in Italien damals fast unbekannt war, ergibt sich auch aus dem Mangelmusikwissenschaftlicher Literatur 1 ) in Italien bis auf Guido.

Der Q. Bemensium archidiaconus in logica clarissiniüs (Richer 3, 45) ist ohne ZweifelGeranuus, s. Büdinger S. 44 n. 119, Havet p. VIII n. 1 und Schultess p. 53 n. 18; Sendun°-des Gerannus an Otto I. bei Richer 3,45 p. 101. Daselbst 3,45 zur Anstellung Gerbertsals Lehrer in Reims. Der ausführliche Bericht über Gerberts Lehrtätigkeit und die hierbeivon ihm konstruierten Figuren 2 ) und Tafeln bei Richer 3, 46 54. Gerbert hat nicht zumerstenmal den Rechentisch oder Abacus gebraucht, 3 ) trotz M. Cantor, Voiles, üb. Geschd. Math. 2 1, 800-803 und S. Günther, Gesch. d. math. Unterr. S.92L; denn Bernelin schreibtin der Vorrede seines Liber Abaci an Amelius (Olleris p. 357, 6) Cogis enim et crebrispulsas preeibus ut tibi multiformes abaci rationes persequar diligenter negligentia quidemapied nos iam pene demersas, sed a domino papa Gerberto quasi quaedam seminaria breviteret subtilissime seminatas Beschreibung des Abacus Gerberts bei Richer Hist. 3, 54 p. 104,vgl. hierzu Cantor S. 816 f. Die von Gerbert verwendeten Ziffern s. bei Günther a.a.O.S. 96. Zu der Geheimschrift Gerberts im Konzeptbuch seiner Briefe s. "Oeuvres de JulienHavet 2, 469482, wo PI. 1 (S. 472) die Kryptographie Silvesters II. in vier Bullen, PI. 2(S. 476) in dreizehn Briefen zur Anschauung kommt; dieselbe Geheimschrift fand Havet(a. a. O. S. 483 ff., besonders S. 490495) auf Notariatsinstrumenten aus Asti, Calliano undPavia aus den Jahren 967 bis 996, wo sich auf der Rückseite kurze Notate befinden, s. dasFaksimile S. 484 aus Asti 11. März 996. Der Brief an Remigius ist N. 134 p. 120 f. (Havet),übersetzt von Cantor S. 804 f. Das Lehrbuch über den Gebrauch des Abacus steht beiOlleris p. 311348 4 ) und die Schrift über die Division der Zahlen an Constantin bei Bubnov,Gerberti opera mathematica p. 622 in genuiner und interpolierter Fassung. Zur Geometries. unten (Bubnov p. 4897). Die Vorgeschichte der Disputation mit Ohtric s. bei RicherHist. 3, 55 f. p. 104 f., die Disputation selbst 3, 5765 p. 105109. Ohtric war Lehrer inMagdeburg 5 ) und hatte zu Schülern z. B. die Bischöfe Adalbert v. Prag und Wigbert v. Merse-burg (Thietmari Chron. 4, 28 p. 80 und 6, 36 p. 155); über Ohtric als präsumtiven Nachfolgerim Erzbistum s. Thietmar 3, 12 p. 55.

Zum Abt Adso s. Richer Hist. 3, 57 p. 105 Affuit et Adso abbas Dervensis; Gerbeitbittet ep. 8 p. 6 Istoriam Iulii Caesaris a domno Azone abbate Dervensi ad rescribendumnobis adquirite (nämlich Adalbero) und schreibt ep. 81 p. 75 an Adso: Carissima vobis ac.nobis librorum volumina vestrum iter sint comitantia, jedenfalls um Kopie davon zu nehmen.Uebrigens fehlt Caesar in dem Bücherverzeichnis, das nach Adsos Tode im Kloster ausseinem Besitz aufgenommen wurde, s. Becker N. 41 p. 126 f.; das Verzeichnis ist reich anphilosophischen und grammatischen Titeln; unbekannt ist mir N. 16 quidam libellus quemMartinellum nominant, da sich der Titel kaum auf Martian oder Martial beziehen kann. 6 )Adso verfaßte eine Schrift De ortu et tempore Antichristi, die er der Königin Gerberga vonWestfranken widmete. Sie wurde von Albuin v. Gorze in seiner moralisch theologischenKompilation stark ausgeschrieben,') die dieser dem Erzbischof Heribert v. Köln (9991021)und dem Pariser Kanonikus Arnald übersandte; die Ausgabe an Heribert findet sich imBerol. Meerm. 351 s. XIIXIII, Monac. 7797 s. XII (De virtutibus). im Paris. 18201 s. XII(Alquiminus servus; s. Haureau, Not. et extr. de quelques mscr. 6, 86 ff.) und im Amplon.Q 324, die Ausgabe an Arnald im Berol. Meerm. 58 s. XV f. 160. Albuin benutzt außer-dem im Anfang seines Werkes die Schrift des (Augsburger Bischofs?) Adaiger Admonitioad Nonsvindam reclusam, die sich im Monac. 18537 s. XV und 14789 s. XIIIXIV, imParis. 2867 s. XIV und im Vindob. 428 s. XIII findet, vgl. Haureau, Journ. des Savants1886 p. 684. 8 ) Zu Adso und Albuin vgl. W. Meyer, Münch. Sitzber. 1882 S. 3 und Sackur,

x ) Denn so ist das Wort Musik hier auf-zufassen, nicht etwa im praktischen Sinne.

'-) Die Stelle bei Thietmar ist 7, 40 (ed.F. Kurze p. 191) in Magadaburg oralogiumfecit illud rede constituens considerata perfistulam quadam Stella nautarum duce.

3 ) Vgl. Wilhelm v.Malmesbury GestaregumAnglorum 2,167 bei A. Graf, Miti, leggendee superstizioni del niedio evo 2, 17 und 54; da-selbst S. 5175 Zusammenstellung der höchstwunderbaren Sagen und Fabeln über Gerbert.

<) Ein Teil (p. 324 ff.) erscheint in den

Commentarii zu Gerberts Abacus bei Bubnovp. 246 ff.

B ) Thietmari Chron. 3, 12 p. 55 ed. Kurze.

6 ) Da das Buch jedenfalls ein gramma-tisches war, könnte man an Martianellum(nach Analogie von Priscianellus) denken, dochvgl. S. 436.

') Das Kapitel De Antichristo hrsg. vonFloss, Ztschr. f. dtsch. Alteit. 10,265.

8 ) Sie steht auch in einem alten deutschenVerzeichnis s. XIII, Wiener Studien 6, 326Adalgerus ad Nonsvindam.