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2 (1923) Von der Mitte des zehnten Jahrhunderts bis zum Ausbruch des Kampfes zwischen Kirche und Staat : mit Index
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642 Geschichte der lateinischen Literatur des Mittelalters. Zweiter Teil.

Ebarcius das Glossar Abavus, und zwar in seiner kürzeren wie auch in der erweitertenGestalt. Auch hier finden sich mehrfach Verbesserungen oder Ergänzungen zum Text, wief.l04b 2 Officialis agaro minister lictor; 1 ) es zeigt sich Hinneigung zu Voss. 82 in f'.113a2Pessimus verbosus KAK1CT0C und f. 113 bl Petitores uxorum proci MA'ETHPHC; 2 ) ausder Erweiterung führe ich an die Glossen zu Brabeuta,*) zu Glaro, Glarea, Glancos, GloriosusGlossa, Ghdto. 4 ) Ungemein stark werden dann die Glossae Vergilianae benutzt, und zwardiese vielfach in äußerst korrumpierter meiovingiscber Schreibweise; für den Text wichtigerscheint die Ueberlieferung bei Ebarcius f. 13 b 1 Aquae mons fiuctuum mons (Goetz4,430, 9).Auch das Glossar Ab absens hat für das Werk sehr zahlreiche Bestandteile geliefert, dienur dort vorzukommen scheinen; ich erwähne daraus f. 62 al Flagias taurias, 65b 2 Fyliciium90 al Lupercus, 94 a2 Michropsichns und Miseno h ) usw. Ebenfalls sehr häufig sind dieGlossae Affatim benutzt, z.B. f. 4» 2 Ad culmina, 9b 1 Alnos, 10 a2 Ambrosio odore, 14aiArcus camera Iris; 6 ) Ebarcius verbesseit durch, f. 14 6 a 1 Theorisma diligens verborum scriptioden Text von 4, 574, 16. Besonders wichtig aber ist, daß Ebarcius den Placidus ungemeinstark ausschreibt. Er hält sich hierbei aber nicht ganz streng an eine der drei Ueberliefe-rungen, obwohl er regelmüßig die dritte bevorzugt und an den meisten Stellen den Wort-laut des Paris, nouv. acq. 1298 bringt (so z.B. f.104» 1 Obtonsa stulta quia acie sapientiecaret); 1 ) es scheinen auch die andern Ueberlieferungen zuweilen durch, wie f. 27 a2 Choro'sexcitare cantos discere, Choros enim propriae multitudo est cantantiitm.*) Mehrfach gibtEbarcius Ergänzung und Verbesserung des Placidustextes, wie f. 35 b 1 Conton cubicnlum 6?. 9 )coicionem ergo quod Cartago habet, in quo naves clauduntur rede cubiculum dicimus, 10 ) woin dem Worte coicionem das von Deuerling geforderte cotonem steckt. Oder f. 106» 4 Orion. . . vel nomen stellae sive nomen sideris vel sidus infestum navigantibus, 11 ) und f. 109 b 2 Patrosvitricus id est secundus maritus matris.* 2 ) Zur Benutzung des Placidus hebe ich die Stelleheraus f. 110 b 2 Peltae Amazonum scutula parva 13 ) in modum lunae semis vel magis tertiaeauf qnarte qnibus eadem Amazones utebantur in pugna. 1 *) Pentiselea erat Amazonum regina;Amazones vero erant feminas bellatrices ex genere Sextarum 15 ) discentes. Hanc ergo Homentsintroclucit tempore belli Troici in auxilium Priamo, quam Acilbis le ) unus Grecorum dummfortissimus occidit. 17 ) Jedenfalls dürften die sehr zahlreichen Placidusexcerpte, die Ebarciusmehr in den späteren Teilen seines Weikes gibt, für die Kritik des Placidus wichtig sein.

Außer diesen sehr stark benutzten Glossenwerken erscheinen aber nun auch noch andereder gleichen Literatur angehörende Werke als Quellen. So das Gloss. Amplonianum pri-mum und secundum. Das erstere f. 15b Ascopam in similitudinem utri, 116b 2 Prancata-rius premtdcet plus lenit, 131 b2 Saraballa crura hominum vocant apud Chaldaeos, 154a 1Uncialibus longis,* s ) das letztere f. 3» 2 Accidiatur stumacatur vel tristatur, 4b 2 Aditis hosteissed melius secretis locis vel interioribus partibus, 128 aI liepulsam dicimus iniuriam, quamrepelluntur homines ab honore.) Ferner das Gloss. Leid. Voss. Q 69, nämlich f. 121a 1Porusu lemboprorusu insula proprium lembum a quo ibi faciunt illa 20 ) vestimenta ferrugineaspallidas vel rubicundas und f. 123 a2 Quadrans; 21 ) das erste Scholion ergibt, daß Goetz5, 416, 53 und 54 zusammengehören und nicht zu trennen sind. Aus der Benutzung desGloss. AA hebe ich hervor f. 119 b2 Prodigium, f. 105 al Olympiacos diversa spectaculomm

J ) Vgl. Goetz 4,371,37.

2 ) Vgl. Goetz 4, 376, 46 und 377,4.

3 ) f. löbs, vgl. Goetz 4,594,10.

4 ) f. 67bi.2, V gi. Qoetz 4, 597, 36-38.597,47 + 48. 53 + 598,1.598,2.

6 ) Goetz 4,411,39. 412,3. 415,22. 416,12. 20.

6 ) Goetz 4,486,22. 484.8. 483,20. 485,45.

7 ) Vgl. Goetz 5.124,44.

8 ) Goetz 5,12,37=59,8. Nur bei Ebar-cius und Placidus z. B. f. 44bi Digamielue(5, 62, 3); f. 51 b2 Enigmaneum (5, 64. 18);f. 52 b 2 Epitimiticon (5, 65, 7); f. 67 a i Gergos(5,106,33); f. 68bi Gregosto (5,106,36) undGregoras{5, 106.37); f.89^ Loculos(5, 113,26);96 a i Moralis (5,117,39); 101 a Noverca (5,122,17); \QV>2 Nundinae (5,122,36); 117biPraelum (5, 135, 35); 123 a2 Qiiadrividum(5,139,27); f. 144 a 2 Tecindam (5,156,18);f. 146 a i Tfcatasa (5,155,26); f. 115a2p oema _meum (5,93,16).

s ) Das sehr häufig wiederkehrende Cr heißt

Graecum.

10 ) Goetz 5,59,13.n ) Goetz 5,127,22.

12 ) Goetz 5,129,58.

13 ) Stammt aus Gloss. cod. Vat. 3321 beiGoetz 4,139,24.

14 ) Goetz 5,133,1.u ) = Scytharum.I6 ) = Achilles.

") Goetz 5, 132, 46. So verbindet hierEbarcius die beiden Lemmata des Placiduspeltae und Penthesilea. Beide Abschnitte findensich auch in der andern Ueberlieferung beiGoetz 5,91,22 und 25, der Vergleich lehrtaber, daß Ebarcius sich hier an die ange-gebene Ueberlieferung der Placidusglossenanschließt.

18 ) G oetz 5,343,6. 383,16. 391,36. 393,23.

ln ) Goetz 5,260,60. 261,63. 328,44.

20 ) Aus alla korrigiert.

21 ) Goetz 5,416,53.54; 416,23.