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2 (1923) Von der Mitte des zehnten Jahrhunderts bis zum Ausbruch des Kampfes zwischen Kirche und Staat : mit Index
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624 Geschiebte der lateinischen Literatur des Mittelalters. Zweiter Teil.

von je vier jambischen Dimetern. Das erste ist allgemeinen Inhalts: ZumSenat der Apostel im Himmel, der mit Christus beim jüngsten Gerichtallen Samen Israels richten wird, gehört Matthäus, der Christus folgte unddessen Menschheit zuerst beschrieb und als der Mensch unter den Evange-listen galt. Er ist Evangelist, Apostel und Märtyrer zugleich und einzig,und er gewann die Völker des heißen Südens für das Heil. Mit einer Bittean den Heiligen und mit der Versicherung der Orthodoxie schließt derHymnus (6). Das zweite Gedicht (7) beginnt mit der Lobpreisung des Ge-burtsortes des Evangelisten und rühmt dessen Tag. Es hebt einige Wunderdes Heiligen heraus 1 ) und endet mit einer Bitte an ihn. Das dritte (8) istein Gebet an den hl. Geist, denen zu nahen, die das Fest des Apostelsfeiern, dessen Bekehrung und christliche Taten gerühmt werden. Zweiweitere Gedichte feiern die Märtyrer Fortunat, Caius und Anthes in Um-brien. Das erste besitzt acht Strophen, die aus je drei Asklepiadeen undeinem Glykoneus bestehen. Hier (9) wird das Martyrium der drei Glaubens-zeugen kurz erwähnt und sie selbst werden um ihren Beistand angerufen.Das zweite Gedicht besteht wieder aus acht Strophen von je vier jambischenDimetern und ist für den Todestag der Heiligen bestimmt, von denen einWunder erzählt wird, das sich nach ihrer Hinrichtung zutrug; Salernowird glücklich gepriesen, daß es solche Heiligen besitze (10). Hieran schließtsich ein Gedicht auf den hl. Nicolaus von Myra in derselben Form wieder erste Hymnus auf Sabina. Es ist zum Tage des Heiligen verfaßtund bringt sein Leben und seine Taten kurz in Verse, wobei die StadtMyra hoch gepriesen und Griechenland sowie Rom 2 ) zu seinen Verehrerngerechnet wird; es enthält achtzehn Strophen (11). Vier weitere Gedichtebeziehen sich auf die hl. Christina, die Märtyrerin von Bolsena, derenLeben der Dichter auch beschrieben hat. Die beiden ersten bestehen auszwölf und vierzehn gereimten Distichen. Das erste (12) ist für den Tagder Heiligen bestimmt und erzählt, ausführlicher wie sonst, deren Passion:das zweite (13) hat ähnlichen Inhalt, hebt aber besonders die KeuschheitChristinas hervor. Die beiden folgenden das erste hat das Metrum vonN. 9 und das zweite besteht aus Strophen von jambischen Dimetern, beidezu sechs Strophen sind fast inhaltslos; nämlich 14 ist ein Lob- undBittgedicht an die Heilige, die in N. 15 Christus empfohlen wird, für densie gelitten hat. Hieran schließt sich ein Gedicht in dreißig Hexameternauf Petrus, in dem dessen Taten aus der Apostelgeschichte ganz kurz inVerse gebracht werden und zum Schluß seine Hinrichtung auf Neros Be-fehl erwähnt wird (16). In 24 sapphischen Strophen mit verhältnismäßigseltenem Reim und viel häufigerer Assonanz bringt dann Alphanus dasLeben des hl. Benedikt in Verse (17) und gibt dabei sogar seinen Todes-tag an; zum Schlüsse wünscht er, daß sein Hymnus dem Heiligen stetsgefallen möge. Ein Gedicht von 39 nur zufällig gereimten Hexametern(20) besingt die hl. Margarita und ihre Taten; es ist anschaulich undlebendig gehalten, sein Eingang (Vs. 13) ist dem Anfang von Sedulius

') 6,3 Post, Jiaec tyrannum dum refittas j fulgitis charactere.Irtacum Hinc marti/r astra scattdis hinc apo- 2 ) Hier ist 16,1 swfe statt tuis zu schreiben.

stohis. 2. 3 die Form fulgis, so auch 18,9,3 |