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2 (1923) Von der Mitte des zehnten Jahrhunderts bis zum Ausbruch des Kampfes zwischen Kirche und Staat : mit Index
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Alphanus I. von Salerno.

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Vita (Vs. 18 ff.) entsprechen fast genau denen der Transl. 1 f. und 7 ff. undGL Waitz hat mit Recht darauf hingewiesen (MG. SS. rer. Italic, p. 576 n. 1),daß der Transl. 99 genannte Abt Matthäus nicht als Veranlasser des Gedichts,sondern des Bandes zu gelten hat, aus dem der Verulensis abgeschriebenist. Waitz glaubte allerdings nicht an Alphanus als Verfasser der Translation,sondern hält diese wegen der starken Lobsprüche auf Arichis Vs. 1121für dessen Zeit näherstehend; doch, wie schon gesagt, Alphanus weist imProloge Vs. 18 ff. ganz deutlich auf die Fortsetzung seines Gedichts überdie durch Arichis herbeigeführte Translation hin, und auch die Erwähnungdes Schlosses von Justinian Vs. 72 f. spricht für Alphanus als Verfasser,der Carm. 31, 180 sich ähnlich ausläßt und dort 147 das seltene Wortpavitus gebraucht wie Transl. 59. Sonst ist aus der Translation nichtsWichtiges zu erwähnen, sie gleicht in Hinsicht auf breite Ausmalung durch-aus der Vita. N. 1 ist an Bischof Pandulf von Marsicanum als Geleitgedichtfür zwei Hymnen auf die hl. Sabina gerichtet und besteht aus 41 Distichen.Alphanus sagt hier, daß er dem Wunsche des Freundes nachgekommen sei,die Heilige zu besingen, denn er könne nicht ohne seine Freundschaft leben.Als Geschenk erbitte er nur Pandulfs Verzeihung dafür, daß er seinen

Wünschen nicht früher nachkam. Im daktylischen Metrum sei allerdingsdie Besingung zu schwer gewesen, und er überreiche ihm daher zwei Hymnenauf Sabina, bei deren Anfertigung ihm das Studium Cyprians geholfenhabe. Er glaube nicht, daß er von andern angegriffen werde, wenn derFreund die Gedichte billige. Und auch seine Verwandten wie Oderisius,Theodin und Transmund würden ihm Schutz gewähren, und er möge anseinen Vater Pandulf denken, der fromme Bitten stets erhörte. Der ersteHymnus (2), der die Legende und den Tod der Sabina kurz behandelt und dasParadies in schönen Farben ausmalt, 1 ) besteht aus zehn Strophen mit ab-wechselnden Glykoneen und Asklepiadeen (Horaz Carm. 1, 3). Der zweiteHymnus (3) enthält zehn Strophen zu je vier Glykoneen; hier wird dieHeilige Gott für die Freuden des Himmels empfohlen und um ihre Für-bitte ersucht. Die beiden nächsten Gedichte haben es mit dem hl. Maurus,dem Schüler von Benedikt zu tun. Das erste (4) besteht aus acht sapphischenStrophen und beschäftigt sich mit dem Leben des Heiligen und dessen Wundernund erbittet am Schluß seine Gnade. Im zweiten fordert der Dichter zurFreude auf, da es der Todestag des Maurus sei, der auf Erden viel Wunder-taten verichtete, von denen fünf kurz erwähnt werden. Am Schlüsse erbitteter den Segen des Heiligen für Monte Cassino. Das Gedicht besteht aus siebenStrophen zu je vier elfsübigen alcäischen Versen und die letzte Strophefehlt; vielleicht war hier auf Abt Desider hingewiesen, in dessen Auftragder Hymnus wohl verfaßt worden ist. Mit der Auffindung des Leibes desMatthäus oder doch wenigstens mit dem Bau der Matthäuskirche in Salernohängen die drei nächsten Gedichte zusammen, die sich auf den Evangelistenbeziehen; die beiden ersten bestehen aus je acht Strophen von je fünf be-ziehungsweise vier jambischen Trimetern, das letzte enthält acht Strophen

) 7, 1 lllic purpureus rosae Flos et nav-dus inest, vevnat amaranthüs, Floret cum»lolis croeiis, Spirant thura thymns, lilia bal-

sainum. Vgl. hierzu Fortunati C. 8, 3, 237 und7,12,41. 10,1 ist falsch überliefert.