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2 (1923) Von der Mitte des zehnten Jahrhunderts bis zum Ausbruch des Kampfes zwischen Kirche und Staat : mit Index
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Theoderich von Trier, Olbert von Gembloux. 457

patrique permagniflco Richardo suus ille suo um ultimus Theodericus, quo inter monachosnihil habetur vilius . .. Bogat namque paterna pietas vestra . .. quatenus inventionem sacra-Hssimae glebae b. confessoria Christi Celsi .. . diebus piae memoriae Egberto Trevericae urbishierarcha . detecta . . . men pnsillitas qualicumque relatu . . . mandare von differat. DasEpitaph steht c. 7 p. 206. 32-37. Zeitangaben in den Miracula p. 207, 40 Sed neque hocsilentio occulere debeo, quod in praesentia nostra ante paucos contigit annos; p. 207.47 antehoc quinquennium und besonders 207, 55 quod in diebus Liutolß huius Trevericae urbis archi-episcopi . Christus etc.; dann p 207.11 Anno vero dominicae incarnätionis 1007 indictione :>und endlich die oben gebrachte Stelle. Ausgaben: Acta SS. Feh. 3, 396404 (= Migne144,12331244): im Auszuge vonWaitz, MG. SS. 8. 204208. Vgl. Wattenbach 1, 409.St. Beissel, Geschichte der Trierer Kiichen (Trier 1887) 1,190196.

72. Olbert von Gembloux.

Olbert stammte aus dem Orte Lederna an der Grenze des Sambregauesund zwar aus einer höheren Familie; er wird um 980 geboren sein. AlsKnabe wurde er dem Kloster Laubach übergeben und genoß hier den Unter-richt des Abtes Heriger. Um sich in den christlichen Wissenschaftenweiter auszubilden, ging er nach St. Germain bei Paris und hielt sich darauflernend und als Lehrer drei Jahre in Troyes auf. Dann zog ihn das Wissendes Bischofs Fulbert nach Chartres, zu dessen geistig angeregtem Schüler-kreis er gehörte, von dem Adelmann in seinem Rhythmus mit Liebe undVerehrung spricht. Nachdem er von Chartres nach Laubach zurückgekehrtwar, wurde er in seinem Kloster Lehrer. Er mufe bedeutende kanonistischeKenntnisse besessen haben, denn als Bischof Burchard von Worms denBischof Balderich IL von Lüttich um einen tüchtigen Mann bat, unter dessenLeitung er sein christliches Wissen erweitern könne, sandte ihm Balderichden Olbert, der ihm bei der Bearbeitung seines grofäen kirchenrechtlichenWerkes treu zur Seite stand, ja, wie es scheint, ihm sogar vielleicht dieAnregung dazu gab; jedenfalls half er ihm bei der Zusammenbringung desgewaltigen Stoffes und beim "Niederschreiben der Arbeit, was Sigebeit späternicht ohne Genugtuung ausführlich berichtet. Von Worms kehrte er dannnach Laubach zurück und wurde im Jahre 1012 zum Abt von Gemblouxerhoben; innerhalb der Jahre 1018 und 1021 erhielt er außerdem die AbteiSt. Jakob zu Lüttich. In dieser Stellung war er, wie Sigebert in der Abts-geschichte von Gembloux mitteilt, vor allem bemüht, die Bücherschätzedieses Klosters zu vermehren. So schrieb er selbst die ganze Bibel in einemeinzigen Bande ab und erwarb für das Kloster mehr als hundert Bändemit christlicher und fünfzig Bücher mit weltlicher Wissenschaft. Aber erwar auch selbst literarisch tätig und verfaßte mehrere Heiligenleben, undda er auch musikalische Kenntnisse besaß, so dichtete und komponierte erzu Ehren der von ihm behandelten Heiligen auch Hymnen. Sigebert hebtunter diesen Arbeiten eine Antiphonie zur Matutin auf die hl. Waldetrudiszu Mons hervor und erzählt, daß Olbert auf die Bitte des Grafen Ragiuer IV.von Hennegau das Leben des hl. Veronus und einen Hymnus auf diesenHeiligen geschrieben habe. Von jenen Schriften aber seheint sich nur das-Leben des hl. Veronus erhalten zu haben.

Vita s. Veroni. In dem Widmungsbriefe an Graf RaginerIV. berichtetOlbert, daß er von diesem zur Abfassung des Werkes aufgefordert wordensei und dessen Wunsche nachkomme. Der Eingang der Arbeit selbst ist