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2 (1923) Von der Mitte des zehnten Jahrhunderts bis zum Ausbruch des Kampfes zwischen Kirche und Staat : mit Index
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426 Geschichte der lateinischen Literatur des Mittelalters. Zweiter Teil.

reichtums grotesken Stils des Verfassers als eine historiographische Arbeit,doch enthalten die Wunder mancherlei Wichtiges für die Geschichte derGrafschaft Holland.

Zeugnisse. Die beiden Grafen Dietrich I. und II. von Holland werden in den Mirac.13') und 18 erwähnt, desgleichen Erzbischof Egbert von Trier Mirac. 19 (Acta SS. Iun.5, 101 f.). Daß Egbert den Mönchen die Aufgabe gemeinsam stellte, ergibt sich wohl ausc. 28 p. 102 Mediolacensis coenobil excudere cucullarii iubente serenissimo eiusdem monasteriidomino supra nominato videlicet summo praesule Egberto. Willibrords Gefährte vgl. c. 13.Abt von Echternach vgl. Catal. abb. Epternac. MG. SS. 13, 738 und Luis Brief MG. Ep. Merow!et Karol. aevi 1, 397, 19 Aldberchtes de Aefternacae; Urkunde Pippins Monum. EpternacensiaMG. SS. 23, 59, 32 Adalbertns abbas. Zum Auftrag Egberts c. 28 p. 102 Haec de vita et vir-tutibus opinatissimi confessoris Christi Adalberti Mediol. coen. excudere cuc. kib. seren. ...praesule Egberto; dann bleibt der Plural Ergo quidquid incoctum deprompserit scribentiumtenuitas, um dann zum Singular zu werden Discat ergo legentis animus scribentis imperitiaecompati. Die Stelle über Ruopert heißt Mirac. Liutwini 10 (MG. SS. 15, 1264,44) Ex eorumcondiseipulatu Ruopertus quidam fuit, qui ad Ekmundam missus vitam s. Adelberti luculentosermone conscripsit. Zur Kenntnis der Oertlichkeit und der Seeverhältnisse c. 12 p. 100 Extnarinae siquidem tempestatis eruptione continua, sicut cognitum est, qui maris vel videruntvel inhabitant contigua, plurhna litoris arenarum subvehitur copia, quae perurgente vi ven-torum tantis cumulatur acervis, ut montibus videatur altissimis coaequari. Augenzeuge c. 18p. 101 Nee sunt memoriae subtrahenda, quae temporibus Theoderici iunioris, praedieti videlicetcomitis filii, nos ipsi vidimus declarata miracula und c. 26 p. 102 Nostris quoque temporibus;Zeugnis von andrer Seite c. 24 p. 102 Mirabile forsitan et incredibile habealur, si non leiteveridicorum relatione testium comprobaretur. Das Werk beginnt mit den Worten c. 1 Legimnsin ecclesiastis historiis, womit die Abhängigkeit von Beda angedeutet wird. Zu den von denBollandisten benutzten Handschriften vgl. G. Henschen, Acta SS. Iun. 5,96 und Holder-Egger, MG. SS. 15, 699 n.5. Ausgaben: Acta SS. Iun. 5, 97ff.; J. Ghesquierus, Acta SS.Belgii 6, 661 ff.; Auszug von Holder-Egger, MG. SS. 15, 699704, vgl. 1319. Vgl. Holder-Egger, Neues Archiv 13,29 32. Benutzt wird die Vita s. Adelberti später im Liber tradi-tionum s. Adalberti, im Chronicon Hollandiae, von Johannes Gerbrand in den AnnalesEgmondani ü. a., vgl. Holder-Egger p. 699 n. 3. Die von C. Pijnacker-Hordijk(Bijdragenvoor vaderl. Geschied. 4,170 ff.) herausgegebene kleine Schrift De adventu s. Adalberti istnicht, wie Holder-Egger, Neues Archiv 26,269 N. 41 feststellt, die Quelle der Vita Adal-berti, sondern nur ein Auszug aus Ruoperts Werk. Die Miracula wurden im 12. Jahr-hundert fortgesetzt und sind Acta SS. Iun. 5, 104108 gedruckt; hier findet sich c. 17 p. 108das Jahr 1143 als Datum Anno domini MCXLIII. .. dedicatum est templum in Egmunda adomino Hartberto Traiectensi episcopo.

66. Letald von Micy.

Letald, dessen Herkunft im Dunkel liegt, wurde als kleiner Knabe demKloster St. Mesmin zu Micy übergeben, als Anno Abt war, also zwischen942 und 972; doch ist es wahrscheinlich, das Datum seiner Oblation in denAnfang von Annos Abtszeit zu setzen. Letald scheint dem Kloster treu-geblieben zu sein und er hat daher die großen Leiden, die die Stiftungdurch die Bischöfe von Orleans zu erdulden hatte, miterlebt. Seine Jugend-bildung muß eine tüchtige gewesen sein, da er gut stilisierte Werke hinter-lassen hat und Abbo von Fleury, dessen Freund er war, sein ausgezeichnetesWissen rühmt. Die Zeit seines Lebens aber wird ja besonders von demtiefgehenden Zwiespalt zwischen Bischofsgewalt und klösterlicher Macht inFrankreich gekennzeichnet, und es ist daher nicht zu verwundern, daß einschriftgewandter Mönch wie Letald es sich zur Aufgabe stellte, über dieBedeutung des alten Begründers des Klosters für die späteren Zeiten eineSchrift zu verfassen. Das Leben des Stifters war schon in der Vita s. Maxi-

') c. 13 p. 101 Theoderico primo romiti, qui locum eundem, sicuti nunc posteri einsretinent, proprietatis iure possidebaf.