Die Lebensbeschreibungen der Cluniacenseräbte.
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bekannte Wort des Augustus zurückgeführt wird. 1 ) Am Schluß des Bucheswird von seinen Kloster- und Kirchengründungen, von seinem letzten Auf-enthalt in Rom und von seinem Tode erzählt, woran sich eine Totenklageund mehrere Visionen anschließen; einige Verse auf den Heiligen beendendas erste Buch. Mit dem zweiten Buche beginnen die Wunder und zwarschon aus der Knabenzeit; sie haben für uns bei weitem nicht das Interesse,wie der frühere Teil, aber sie gewinnen deswegen an Wichtigkeit, weilsich Jotsald hier mehrfach über seine Quellen ausspricht. Zunächst erzählter 2, 1, daß er nicht alles selbst gesehen habe, was er schreiben werde,sondern daß er sich auf das Zeugnis des Propstes Petrus von Pavia unddes Abtes Syrus 2 ) verlasse, das er auf seine Bitten von dem überausschlichten Mönche Boso schriftlich erhalten habe. Und bei Gelegenheit derReise nach Ungarn erfahren wir von einem andern Zeugen, dem BischofRichard von Verdun, von dem Jotsald Züge aus dem Leben des Heiligenerfragte. Auch von anderen Seiten wird Jotsald bei seiner bedeutendenStellung im Kloster Nachrichten haben erhalten können, und so ist dennauch die Erzählung der Wunder ausgedehnt und mannigfaltig. Manchevon diesen Berichten haben auch ein sachliches Interesse, da Jotsald öftersausführlich auf Örtlichkeit und beteiligte Personen eingeht und die Neben-umstände eingehend darstellt; insofern kann man ihnen eine gewissekulturgeschichtliche Wichtigkeit 3 ) nicht absprechen. Im dritten Buch gibtnun Jotsald Bericht über die Wunder, die sich nach Odilos Tode an seinemGrabe zugetragen hatten und zwar, wie er im kurzen Prolog sagt, nachdem Bericht glaubwürdiger Zeugen. Hier ist die frühere Breite völlig aus-geschaltet und Jotsald begnügt sich mit kurzem Referat über die angeb-lichen Tatsachen. Eine Biographie ist das Werk also nicht, das Tugend-prinzip und der Legendenstil überwuchern zu sehr. Aber es ist doch insofernein wichtiges Denkmal, als es deutlich aufzeigt, wie stark auch bei denCluniacensern um die Mitte des 11. Jahrhunderts das Bedürfnis nach Wunder-erzählungen geworden war.
Widmung. (Mabillon, Acta SS. 8, 597) Reverendissimo patri Stephano . . . ultinmsservus servorum dei nomine tantum monachus lotsaldus und später Quod opus tibi sanctepraesul ideo mittere disposui quia te nepotem ipsius et per illum ad sacerdotii gloriam ac-cersitum novi. Aufgabe — teilweise mit Odilos Worten im Prolog zum Epitaphium Adel-heidis — Ad horutri 1 ) formam ego quantilluscumque homuncio nutritus magni Odilonismagisterio informatusque beneficio, quemadmodnm Hieronymus de Blaesilla et Nepotiano,epitaphium quoddam volui de morte virtutibtisque eius inscribere; damit ist aber nur das1. Buch gemeint, vgl. 1,17 p. 607 Epitaphium iam terminetur und den Prolog zum 2. Buchp. 607 In superiore libro vel potius denominato epitaphio. Disposition p. 597 Sed primo decarnis eius nobilitate, quae in titulis sanctorum virorum pro additamento laudis ponitur, et.postmodo sensim per vestigia virtutüm eius incedentes quasi quibusdam gradibus ad iteratoshtgubres luctus funeris veniamus. Zur Ausdrucksweise vgl. die Worte über den Tod desMajolus 1, 4 p. 599 s. Maiolus post multos pro Christo desudatos labores de tenebris Aegypti
') Suet. Aug. 28 .(ed. Roth p. 50).
2 ) Da nach Majolus Tod fast 60 Jahrevergangen waren, so ist es docn zeitlich aus-geschlossen, daß dieser Syrus der Verfasser derMajolusbiographie gewesen ist, wie Sackur 2,343 es für möglich hält.
3 ) Literarisch ist zu erwähnen, daß dieVerse von Odilos Ansprache in Peterlingen2, 7 p. 612 aus Versen und Versteilen von
Manitins, Lateinische Literatur des Mittelalters.
Verg. Aen. 1,198 — 207 zusammengesetzt sind.1,8 p 601 wird ein Distichon aus dem Epi-taph des Papstes Sabinian angeführt.
4 ) Die vorhergehenden Worte Aniiquorumphilosophorum studia scriptis et monumentisextulerunt priorum suorum laudes et memo-rias etc. folgen in ihren Gedanken dem Se-dulius P.C. 1,17—26.
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