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2 (1923) Von der Mitte des zehnten Jahrhunderts bis zum Ausbruch des Kampfes zwischen Kirche und Staat : mit Index
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146 Geschichte der lateinischen Literatur des Mittelalters. Zweiter Teil.

egredttiir transitoque maris periciilo Jerusalem ingreditui; atque in aeterno pace a Christocollocatur. Die Verse stehen am Schluß von 1,17 p. 607. Zu den Quellen der Wunder 2,1p. 608 Verum plurima, quae in prima fronte dicturus sunt, ipse'non vidi, sed duobus monachiseins Petro videlicet monasterii s. Maioli, quod apud Papiam est, praeposito . .. et Syro cuiusdammonasterii abbate per adnotationem fratris Bosonis, mirae simplicitatis et innocentiae monachi,sicut rogaveram dum hoc opus ineiperem referentibus agnovi. Fuerunt enim praedicti fratresprobabiles viri, patris Odilonis admodum familiarissimi . . . et itineris vel laboris per multatempora socii und 2, 12 p. 614 Cum in Pannonia simul cum domno abbate Hugone essem,quadam die cum . . . Richardo episcopo patris Odilonis nutrito et mon'acho, coepi de vir-tutibus eiusdem patris conlocutionem habere, et ego illum, siqua nosset, ut mihi panderetsollicitus eram inquirere. 1 ) So heifit es 2, 14 Retulit mihi etiam domnus Richardus epi-scopus> quamdam visionem quam et ego quondam audieram sed tunc animo minime retinebam.Wichtigere Kapitel sind z. B. 6. 8. 14 und besonders das von Sackur herausgegebene (NeuesArchiv 15.119 ff.). Zu den Quellen für das 3. Buch vgl. den Prolog p. 621 nunc de his quaepost mortem per illum dominus operatur sicut veracium testium afftrmatione comperimus ...loquamur.

Die Ueberlieferung scheint zwei Fassungen zu besitzen, die erste wird durch Paris. 5296 cund 2627 repräsentiert, die zweite und vollständigere durch Paris. 13769 und 18304 s. XI;wo Paris. 13769 abbricht, enthält die andre Hs. zwei Kapitel mehr, die erst Sackur, NeuesArchiv 15,118121 herausgab. Ausgaben von Mabillon, Acta SS. ord. s. Bened. 8,597 623(ed. Veneta) = Migne 142, 897940; unvollständig Acta SS. Jan. 1,65; Fragmente vonWaitz, MG. SS. 15, 813820. Zu Jotsald vgl. Sackur, Die Cluniacenser 2, 342 ff. undNeues Archiv 15, 117126.

2. Petrus Damiani. Der Kardinalbischof Petrus Damiani von Ostia,über dessen Leben und Schriften in anderm Zusammenhange zu handelnist, machte im Jahre 1063 eine Reise nach Cluni und bei dieser Gelegenheitmag ihn Abt Hugo aufgefordert haben, Jotsalds Leben Odilos umzuarbeitenund in eine kürzere Form zu bringen. Wie er sich seiner Aufgabe entledigthat, ist für den der Reform unbedingt ergebenen Mann höchst charakteristisch.Er hat nämlich an den Anfang einige ganz dürftige Mitteilungen überdas Leben des Heiligen gestellt, und die ganze übrige Schrift besteht nuraus Wundern. Im allgemeinen hat er sich in deren Reihenfolge an Jotsaldangeschlossen und weicht nur selten in dieser Beziehung von seiner Quelleab, die er meist verkürzt, zuweilen aber durch nichtssagende und wohlaus freier Hand erfundene Erweiterungen bereichert. 2 ) Selbständig scheintnur eine Erzählung zu sein, die er von Abt Eidrad von Breme dorthinwar das Kloster Novalese verlegt worden erhalten hatte, daß nämlichOdilo kurz vor seinem Tode seinem früheren Schüler Eidrad aufgetragenhatte, mit Hilfe des Rechentischs die Zahl der von ihm in 56 Jahren zele-brierten Messen auszurechnen. 8 ) So sieht man auch hier nur ein Fort-schreiten des legendarischen Moments auf Kosten der eigentlichen Biographie.

Zeugnisse. Die Widmung geschieht an alle Kleriker Galliens (Marrier, Bibl. Clun. 317)Petrus Damiani sanetis ecclesiis quae sunt in oeeidentis Galliarum partibus constitutaesalutem. Ueber die Reise des Petrus 1063 vgl. den von einem Begleiter aufgesetzten Berichtbei A. Mai, Nova Collectio 6, 2, 193210. Aufforderung im Prolog Bibl. Clun. 317 HugoCluniacensis monasterii rector . . . hoc mihi laboris iniunxit, ut vitam b. Odilonis decessorisvidelicet sui proprio stilo succinete perstringerem et ex his que in anterioribus paginis latiusreperiebantur esse diffusa meliora quaeque magisque necessaria 4 ) brevi compendio deflorarem.Cuius ego compulsus imperio non luculenti venustate oecupabor eloquii K sed sicut ex oblatisapieibus deprehendere potero, . . . merae veritati deservire tentabo. Bezeichnend ist seine Auf-

') Als gewisser Zeuge wird auch der GrafSiebod von Alby erwähnt, von dem es 2,19p. 618 heißt suaeque liberationis causam . . .per internuntium viro dei apud Silvigiacum,quo tarn pervenerat innotescit. Ferner wirdder Mönch Adrald als Zeuge genannt 2, 23

p. 620 (veracem fidelemque quae hoc narratpersonam).

2 ) Vgl. Kap. 7 mit Jotsald 2,4.

3 ) Kap. 2 (Marrier, Bibl. Clun. 317).

4 ) Darunter versteht er also die Wunder;das übrige hat für ihn kein Interesse.