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2 (1923) Von der Mitte des zehnten Jahrhunderts bis zum Ausbruch des Kampfes zwischen Kirche und Staat : mit Index
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Gezo von Tortona.

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Muratori nicht abgedruckt sind, so läßt sich .nur mit Hilfe einer Hand-schrift die Art der von Gezo benutzten Überlieferung des Paschasius er-kennen. Die weiteren Quellen sind Ambrosius de spiritu sancto für Kap. 70,Briefe Augustins für Kap. 68 und 69, die Kirchengeschichte des Eusebiusfür Kap. 57, die Vitaepatrum für Kap. 43, Gregors I. Dialoge 1 ) für Kap. 4952, Bedas Kirchengeschichte für Kap. 64, Paulus' Langobardengeschichtefür Kap. 67, die Wunder der hl. Walburgis des Wolfhart von Herrieden (58)und das Leben des hl. Syrus (39). Außerdem wird Kap. 44 ein Wunder ausdem Leben Gregors des Großen erzählt, aber viel ausführlicher und invielen Punkten abweichend vom Bericht des Johannes Diakonus; 2 ) und daGezo seine Quellen sonst wörtlich abschreibt, so scheint er hier einen er-weiterten und abgeänderten Bericht des Johannes benutzt zu haben.

Die Disposition des Werkes wird nun hauptsächlich durch seine Quellenbestimmt und ist keineswegs besonders folgerichtig getroffen. Das Werkwird durch eine Darlegung eingeleitet, daß die menschliche Schwachheites nicht leicht habe, über göttliche Dinge zu reden. Die Ausführung überden mystischen Ursprung des Leibes Christi und über dessen Geburt ausdem Vater dies wird übrigens in Kap. 6 nach andrer Quelle wieder-holt wird durch einen Abschnitt unterbrochen, in dem Gezo über dieFähigkeit des Menschen handelt, durch vergleichbare Dinge belehrt zuwerden. Dann wendet er sich zur Substanz Gott Vaters und geht zur Ge-burt Christi aus Maria über. Aber auch hier unterbricht er die doxologischeChristologie durch den mystischen Abschnitt, daß Christus durch seineMenschwerdung in uns weile und wir durch das Abendmahl in ihm wohnen.Die Christologie wird dann fortgesetzt und bevor Gezo nun zu mehrerenAbschnitten über Gott und sein Wort übergeht, schaltet er wieder eine'Darlegung ein, daß auf menschliche Klugheit nicht zu bauen sei. Hierauffolgt nun das ganze Werk des Paschasius über die Eucharistie. 3 ) Dienächsten Abschnitte beschäftigen sich damit, was die zu gewärtigen haben,die den Leib Christi unwürdig empfangen, daß die Juden von jeder Ver-sammlung von Christen fernzuhalten seien, und wie man sich zum Sakramentvorzubereiten habe. Dann handelt Gezo vorbereitend über die EnthüllungenGottes an die Zweifler und leitet damit zu dem Judenwunder über (Kap. 42),von dem er eben erzählt hat, daß er es gelesen habe, während er die Er-zählung mit den Worten beginnt, daß er sie von einem Juden gehört habe; 4 )daraus ergibt sich, daß er die Erwähnung des mündlichen Berichtes ein-fach aus seiner Quelle mit abgeschrieben hat. Hierauf folgen hauptsäch-lich weitere Wunder und Revelationen, doch werden auch dogmatische Fragenaufgeworfen, z. B. welchen Toten der Opfertod Christi im Sakrament nütze.Dann werden Dinge erörtert, die sich auf den Kult beim Abendmahl be-ziehen, sowie kirchenhistorische Abschnitte bezüglich des Abendmahls. Nacheinigen Stellen aus Augustinbriefen schließt Gezo mit der Darlegung über

') AuEierdeni Gregor für Kap. 47.

2 ) Vita Greg. 2, 41 (Migne 75,103B-D).

3 ) Zum Inhalt des Werkes vgl. Bd. 1,403 f.und 409 f.

4 J Eap.41 (Migne 137,893 B)quaedehuius-

modi revelationibus nobis lectione compertasunt und 42 col. 393 B Non incompetenteredere arbiträr illud, quod hactenue quodamHebraeo dldici referente.