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XI. Kapitel: Verwundungen des Unterschenkels und des Fusses.
Band III. Spez. Theil.
Was die Häufigkeit der Verletzungen der einzelnenUnterschenkelknochen anlangt, so betrafen unter der Ge-sammtzahl (8413):
64.6 $ das Schienbein und Wadenbein,28.i „ „ Schienbein allein,7.3 „ „ Wadenbein allein.
Die einzelnen Drittel des Unterschenkels haben, wieaus nachstehender Uebersicht hervorgeht und soweit diebeträchtliche Anzahl derjenigen Verwundungen, bei denendie Angabe des getroffenen Drittels fehlt, einen sicherenSchluss zulässt, in annähernd gleicher Weise gelitten, jedochmit immerhin deutlich ausgeprägter Zunahme der Treffervon oben nach unten. Diese Erscheinung steht völlig imEinklang mit der Art, wie die Wunden an den unterenGliedmaassen sich überhaupt vertheilen. Von denselbenentfallen nach Seite 984 und 1117.
auf den Oberschenkel 34.2 #,
„ „ Unterschenkel 36.4 „
„ „ Fuss . . . 29.4 „
Danach wurde der Unterschenkel trotz seiner geringerenTrefffläche häufiger verletzt als der Oberschenkel, der Fusszwar seltener, offenbar aber viel öfter als dem Verhältnissseiner Trefffläche zu derjenigen des Unter- und Ober-schenkels entspricht. Diese Thatsache wiederum findetihre Analogie in der höheren Verwundungsziffer derunteren Gliedmaassen gegenüber derjenigen der oberen,wofür auf Seite 5 dieses Bandes die Senkung der Kugelnbei Fernschüssen überhaupt und für den Krieg 1870/71insbesondere die häufige Eröffnung des Feuers seitens derFranzosen aus grossen Entfernungen zur Erklärung heran-gezogen wurde.
Die Sterblichkeit betrug laut nachstehender Uebersicht:nach Wunden im oberen Drittel 28.5 § der Behandelten,„ „ „ mittleren „ 24. 2 „ „ „
„ „ „ unteren „ 30. 0 „ „ „
Der Satz „je weiter vom Rumpf, desto ungefährlicherdie Verletzung" (vergl. S. 997) findet in diesen Zahlenoffenbar keine Bestätigung. (Wegen des entsprechendenVerhältnisses bei den Schussbrüchen siehe S. 1123.)
Vertlieilung der Untersclienkelwunden auf die einzelnen Drittel.
6
Art
der
Verletzung.
a. Verwundet,b. davon gestorben.
Gesammtzahl
derVerwundeten
bezw.Gestorbenen.
Von der Gesammtzahl der Verwundungen betrafen:
'A
=£3a
das
obere
Drittel.
dasmittlereDrittel.
das
untere
Drittel.
nicht
bezeichnetes
Drittel.
1
2
3
4
5 6
7 ,-£ -___„
Einfacher Bruch ..... '
l
Knochenverletzung ohne Bruch . . ;Zweifelhaft, ob Knochenverletzung. )Weichtheilverletzung..... ',
775304
1790504
84873
28194
73451
13046
16365
102
17
3612
806
13141
159
68
646
234
17314
14454
21273
7112
6016
8316
370
1.
b..........
163
1256
2.
b..........
298611
3.
b..........
38
4.5.
b..........
a..........
b..........
3: ■
(
44281026
511146
550133
570 1 2797
Summe . . . j
b..........
171 576
\k
Unter den 991 sicheren Knochenverletzungen am Fusssind bezeichnet:
als Splitterbrüche.......290
(= 29.3 $ aller Knochenverletzungen),
„ einfache Brüche...... 255
(= 25.7 $ aller Knochenverletzungen),
„ Knochenverletzungen ohne Bruch 446
(= 45.o $ aller Knochenverletzungen).
den am Fuss Vor
18.6 $ der Behandelten,14.9 „ „ ,,
Die Sterblichkeit beibelief sich:
nach Splitterbrüchen auf.„ einfachen Brüchen auf„ Knochenverletzungen ohne
Bruch.......6.o„ „ „
Völlige Zerschmetterungen des Fusses sind 23 mal berichtet; 7 dieser Verwundeten starben. Abreissungen einzelner Zehen wurden ebenfalls mehrmals beobachtet.