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3. Chirurgischer Theil A (1888) Die Verwundungen durch Kriegswaffen bei den Deutschen Heeren im Kriege gegen Frankreich 1870/71 : Spezieller Theil: Verwundungen der einzelnen Körpergegenden ; zweite Abtheilung: Verwundungen der Gliedmaassen
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XI. Kapitel: Verwundungen des Unterschenkels und des Fusses.

Band III. Spez. Theil.

Was die Häufigkeit der Verletzungen der einzelnenUnterschenkelknochen anlangt, so betrafen unter der Ge-sammtzahl (8413):

64.6 $ das Schienbein und Wadenbein,28.i Schienbein allein,7.3 Wadenbein allein.

Die einzelnen Drittel des Unterschenkels haben, wieaus nachstehender Uebersicht hervorgeht und soweit diebeträchtliche Anzahl derjenigen Verwundungen, bei denendie Angabe des getroffenen Drittels fehlt, einen sicherenSchluss zulässt, in annähernd gleicher Weise gelitten, jedochmit immerhin deutlich ausgeprägter Zunahme der Treffervon oben nach unten. Diese Erscheinung steht völlig imEinklang mit der Art, wie die Wunden an den unterenGliedmaassen sich überhaupt vertheilen. Von denselbenentfallen nach Seite 984 und 1117.

auf den Oberschenkel 34.2 #,

Unterschenkel 36.4

Fuss . . . 29.4

Danach wurde der Unterschenkel trotz seiner geringerenTrefffläche häufiger verletzt als der Oberschenkel, der Fusszwar seltener, offenbar aber viel öfter als dem Verhältnissseiner Trefffläche zu derjenigen des Unter- und Ober-schenkels entspricht. Diese Thatsache wiederum findetihre Analogie in der höheren Verwundungsziffer derunteren Gliedmaassen gegenüber derjenigen der oberen,wofür auf Seite 5 dieses Bandes die Senkung der Kugelnbei Fernschüssen überhaupt und für den Krieg 1870/71insbesondere die häufige Eröffnung des Feuers seitens derFranzosen aus grossen Entfernungen zur Erklärung heran-gezogen wurde.

Die Sterblichkeit betrug laut nachstehender Uebersicht:nach Wunden im oberen Drittel 28.5 § der Behandelten, mittleren 24. 2

unteren 30. 0

Der Satzje weiter vom Rumpf, desto ungefährlicherdie Verletzung" (vergl. S. 997) findet in diesen Zahlenoffenbar keine Bestätigung. (Wegen des entsprechendenVerhältnisses bei den Schussbrüchen siehe S. 1123.)

Vertlieilung der Untersclienkelwunden auf die einzelnen Drittel.

6

Art

der

Verletzung.

a. Verwundet,b. davon gestorben.

Gesammtzahl

derVerwundeten

bezw.Gestorbenen.

Von der Gesammtzahl der Verwundungen betrafen:

'A

=£3a

das

obere

Drittel.

dasmittlereDrittel.

das

untere

Drittel.

nicht

bezeichnetes

Drittel.

1

2

3

4

5 6

7 ,-£ -___

Einfacher Bruch ..... '

l

Knochenverletzung ohne Bruch . . ;Zweifelhaft, ob Knochenverletzung. )Weichtheilverletzung..... ',

775304

1790504

84873

28194

73451

13046

16365

102

17

3612

806

13141

159

68

646

234

17314

14454

21273

7112

6016

8316

370

1.

b..........

163

1256

2.

b..........

298611

3.

b..........

38

4.5.

b..........

a..........

b..........

3:

(

44281026

511146

550133

570 1 2797

Summe . . . j

b..........

171 576

\k

Unter den 991 sicheren Knochenverletzungen am Fusssind bezeichnet:

als Splitterbrüche.......290

(= 29.3 $ aller Knochenverletzungen),

einfache Brüche...... 255

(= 25.7 $ aller Knochenverletzungen),

Knochenverletzungen ohne Bruch 446

(= 45.o $ aller Knochenverletzungen).

den am Fuss Vor

18.6 $ der Behandelten,14.9 ,,

Die Sterblichkeit beibelief sich:

nach Splitterbrüchen auf. einfachen Brüchen auf Knochenverletzungen ohne

Bruch.......6.o

Völlige Zerschmetterungen des Fusses sind 23 mal berichtet; 7 dieser Verwundeten starben. Abreissungen einzelner Zehen wurden ebenfalls mehrmals beobachtet.