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Johannes Schulze und das höhere preussische Unterrichtswesen in seiner Zeit
Entstehung
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Seh. legt besonderen Werth auf literarische Arbeit der Docenten. 489

und den betreffenden Verfassern zu begründen und zu er-halten und im In- und Ausland das Ministerium in denguten Ruf zu bringen, dass es jedes wissenschaftliche Strebennach seinem Verdienst ehre, auch das untergeordnete Talentermunternd anerkenne und für die Beurtheilung literarischerArbeiten wohl den richtigen Massstab zu finden wisse". Undausdrücklich sprach daraufhin auch Altenstein seinen Wunschaus, dass das persönliche Band zwischen ihm und den-wis-senschaftlichen Autoren erhalten und durch diesen Gesichts-punkt auch die Form des Dankes für ihre Einsendungenbestimmt würde.

Für seine amtliche Thätigkeit und für seine eigenewissenschaftliche Fortbildung, die er auch in jener Interessefür unerlässlich hielt, suchte Schulze die umfassende Leetüre,der er sich so unterziehen musste, möglichst fruchtbringendzu gestalten; aber wohl erkannte er die Gefahren, welchemit der Aufnahme so verschiedenartiger Eindrücke verbundenwaren; um ihnen zu begegnen, um den richtigen Massstab,den Sinn für das einfach Grosse nicht zu verlieren, wandteer sich auch jetzt mitten zwischen allen Arbeiten und Ge-schäften gern immer wieder seinen geliebten alten Classikernzu. Ihre Leetüre pflegte er eine Zeit lang auch mit ge-lehrten Freunden in der Graeca*); mannigfache Anregungenbot ihm auch der Besuch der gesetzlosen Gesellschaft, inder auch er an ihres Stifters, an Buttmanns Humor sich er-götzte. Zu anderem grösserem geselligem Verkehr Hess ihmdie Fülle der ihm obliegenden Arbeiten keine Zeit; sie hin-derte ihn auch an eigener literarischer Production. SeineAusgabe der Werke Winckelmanns hatte er mit einer Publi-cation seiner Briefe beschliessen wollen und manches Stück

*) Bald nach seiner Ankunft in Berlin in die Graeca aufge-nommen zog er sich aus ihr zurück, als Bedenken gegen die Aufnahmedes von ihm vorgeschlagenen Meineke erhoben wurden, der dannfreilich kurz hernach doch in die Gesellschaft eintrat. Desshalb wohlist Schulze nicht unter den G enossen der Graeca von M. Hertz erwähnt,der in seiner Biographie Lachmanns S. 210 ff. eingehender diese unddie gesetzlose Gesellschaft bespricht und unter den Mitgliedern derletzteren auch Schulze ausdrücklich aufführt.