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Johannes Schulze und das höhere preussische Unterrichtswesen in seiner Zeit
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447
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Lachmann. Philologische Studien in Breslau. 447

Keineswegs aber war er nur für die Hochschule derHauptstadt in diesem Sinne bemüht. Deutlicher tritt seinEinfluss uns noch bei Betrachtung anderer preussischer Uni-versitäten entgegen. Noch vor seiner Berufung in das Mini-sterium war auch in Breslau zum vornehmsten Leiter desphilologischen Studiums ein naher Freund von ihm bestellt.Bei der Errichtung der Universität war an sie zunächstHeindorf aus Berlin versetzt; er aber war vielfach kränklichund sein von Frankfurt herübergekommener College JohannGottlob Schneider (Saxo) bei seinem Alter wenig zum Lehrengestimmt: bei solchen Verhältnissen und der Unruhe derKriegsjahre lagen die philologischen Studien in Breslau dar-nieder, bis 1815 Franz Passow zum Professor der alten Lite-ratur an der schlesischen Hochschule ernannt wurde. Durchihn wurde das philologische Seminar, das schon 1813 er-öffnet, dann aber ins Stocken gerathen war, neu eingerichtet;bereitwillig unterstützte Schulze die eifrige akademische Thätig-keit des alten Weimarer Genossen, dem, nachdem Heindorfnoch 1815 Breslau verlassen und der alte Schneider sichganz vom Lehreramt zurückgezogen hatte, der jüngere KarlErnst Christoph Schneider zur Seite trat; seine Briefe zeigenzugleich, wie er lebhaften Antheil auch an.Passows literari-schen Arbeiten, namentlich an seinem griechischen Wörter-buch nahm und in verschiedenartigen Bedrängnissen demFreunde zu helfen stets geneigt war. Als dieser aber schon1833 starb, setzte Schulze durch, dass als sein NachfolgerFriedrich Ritschi berufen wurde. Von der Facultät warenGöttling, Döderlein und Sillig vorgeschlagen; Schulze abertrat für den damals erst siebenundzwanzigjährigen HallerExtraordinarius ein, auf dessen junge Kraft er grosse Hoff-nungen setzte. Und da Ritschi durch die Thätigkeit, die

mann im Seminar die früher von Buttmann geleiteten lateinischenUebungen fort, so ist er 1832 auch für den weiteren Gebrauch vonButtmanns griechischer Grammatik auf den Schulen eingetreten; nachseinem Gutachten entwarf Schulze im März 1833 eine Verfügung, nachwelcher auch ferner Buttmanns mittlere und die Schul-Grammatik, dieKrüger unter Beistand von Lachmann revidiren wolle, dem Unterrichtzu Grunde gelegt werden sollten.