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Johannes Schulze und das höhere preussische Unterrichtswesen in seiner Zeit
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325
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Rehfues in Bonn. Schultz in Berlin. 325

rieht an den König äusserte, zu zeigen, „wie wohlthätig dieVerfahrungsart, keine solche Verbindung festen Fuss fassenzu lassen, sondern sogleich die erste Spur zu verfolgen unddie Verdächtigen unter gehöriger Verwarnung wegzuschaffen".Durchaus anders fasste der Regierungsbevollmächtigtein Berlin seine Pflicht und Stellung auf. Altenstein hatteauf gutes Einvernehmen mit ihm gehofft: hatte Schultz dochdurch ihn mannigfache Förderung erfahren und mehrfach seinlebendiges Interesse für wissenschaftliche und künstlerischeBestrebungen und deren Vertreter bewiesen. Wie mit Goethestand er mit hervorragenden Lehrern der Berliner Universität,namentlich mit Savigny und Schleiermacher, in persönlichenfreundschaftlichen Beziehungen. Der Minister rieth ihm dieseauch nach dem Antritt seines neuen Amtes zu pflegen;Schultz aber glaubte, dass „gerade die Professoren, mit denener in freundschaftlichem Verkehr gestanden hatte, in amt-licher Hinsicht am wenigsten sein Vertrauen behalten dürften";denn nicht nur Scbleiermachers, sondern auch Savignys poli-tische Ansichten waren ihm hoch verdächtig. Er hatte schonbei der Beurtheilung des Publicandums von 1808 über die ver-änderte Verfassung der obersten Staatsbehörden den Glauben,„dass durch eine fein erdachte Constitution ein Staat an und fürsich zum Heil gelangen könne", für einen „gefährlichen Irr-thum der neuesten afterphilosophischen Zeit" erklärt; jedeMitwirkung des Volkes bei der Fortentwicklung des staat-lichen Lebens hielt er für ungehörig und verderblich. DieErfahrungen der gährenden Zeit nach den Befreiungskriegenbestärkten ihn in seinem Misstrauen gegen alle populärenAgitationen; nach den Karlsbader Beschlüssen zum Regierungs-bevollmächtigten ernannt, glaubte er vor allem zu ihrerrücksichtslosen Durchführung, zur Aufspürung und Verfolgungaller Verdächtigen verpflichtet zu sein. Geschickt wussteFürst Wittgenstein den Eifer des leidenschaftlichen Manneszu stacheln, der auch in rein wissenschaftlichen Fragen ein-mal gefasste Ansichten bis zur äussersten Uebertreibung ver-folgte, und auch durch nächstliegende Gegengründe nicht vonihnen abzubringen war. Schon früher hatte Schultz einenscharfen Tadel des Königs wegen unschicklicher Aeusserungen