Druckschrift 
Johannes Schulze und das höhere preussische Unterrichtswesen in seiner Zeit
Entstehung
Seite
177
Einzelbild herunterladen
 

Berufung nach Coblenz. 177

o-ewonnen, mit denen er auch ferner verbunden blieb, dar-unter namentlich seinen Schwager Karl Rössler, der späterum die Stadt Hanau mannigfache Verdienste sich erworbenund auch als Mineralog sich ausgezeichnet hat; wohl empfander, welches Opfer er seiner Frau auferlegte, indem er ihrzumuthete die Stadt zu verlassen, in der sie angesessen war,an welche alte und theure Erinnerungen von ihr und ihrerFamilie*) sich knüpften, auf deren Friedhof ihr Vater, ihrerster Mann und ihr Töchterchen ruhten. Aber sie selbstwar nicht zweifelhaft darüber, dass sie ihn nur in seinemEntschlüsse bestärken dürfe; da sie persönlich ihn nichtsofort begleiten konnte, weil sie ihm kurz zuvor am 15. Märzden ersten Sohn geboren hatte, trat er am 14. April 1816,am ersten Ostertag, zunächst allein die Reise an, die ihnaus der Ebene an Main und Kinzig in den Mittelpunkt derromantischen Pracht des Rhein- und Mosellandes führte, ausdem Hanau des Kurfürsten von Hessen in das CoblenzGneisenaus.

*) Schulze selbst nahm ein besonderes Interesse an Winter vonGüldenborn, dein Vater der Ururgrossmutter seiner Frau, der im dreissig-jährigen Krieg aus schwerster Noth den Grafen von Hanau und dieStadt gerettet hatte. Er dachte einmal daran die Biographie desselbenzu schreiben; eine solche ist 1863 von G. W. Röder in der Zeitschriftdes Vereins für hessische Geschichte Bd. X, S. 97172 veröffentlicht.

Varrentrapp, Joh. Schulze. 12