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Johannes Schulze und das höhere preussische Unterrichtswesen in seiner Zeit
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173
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Hessische Regierung taub gegen Sehnlzes Vorstellungen. 173

ganz geschlossen werden; in Folge dessen konnte kein Schüleraus der vierten Classe in die dritte Classe und alle Schülerder dritten mussten sofort in die zweite Classe versetzt wer-den, obgleich keiner von ihnen die für diese erforderlicheReife hatte. Um ihnen aber in der zweiten Classe den-thigen Unterricht zu verschaffen und zugleich die bisherigenMitglieder der zweiten Classe nicht ganz in ihrer Ausbildungzu hemmen, wurden Letztere fortan fast in allen Stundenmit den Primanern zusammen unterrichtet. Schulze hob her-vor, wie schwierig die Durchführung dieser unvermeidlichenMassregeln für die Lehrer und wie bedenklich sie für alleSchüler sei; ihm wurde dadurch auch die grosse Freude ge-nommen, mit der ihn ein Blick auf seine Classe bisher er-füllt hatte. Aber auch dieser Nothstand rührte die hessischeRegierung nicht; da die Bürgerschule nicht minder verfallenwar, äusserte vielmehr Geheimer Rath von Carlshausen, dervom Kurfürsten beauftragt wurde, Vorschläge zur künftigenEinrichtung des Hanauer Schulwesens zu thun, Anfang 1816die Absicht, die beiden Schulen mit einander zu einer Anstaltzu verschmelzen. Einstimmig erklärten alle Mitglieder derSchulcommission sich gegen diesen Plan; Schulze verlangte,dieselbe solle Seine Excellenz auffordern diesen Gedankendoch zunächst näher zu entwickeln. Dixi et salvavi animamrueani, schloss er sein Votum. Seine Geduld war erschöpft:hatte er eine Garantie für die Erfüllung seiner persönlichengerechten Ansprüche in den Beschlüssen des Wiener Con-gresses über die Beamten des Grossherzogthums Frankfurtgesehen, so blieb bei dem Kurfürsten auch der betreffendeArtikel 45 der Wiener Schlussacte zunächst ohne Wirkung.Schulze wandte sich deshalb persönlich an Stein, der imNamen der Verbündeten über die Ueberweisung Hanaus mitdem Kurfürsten verhandelt hatte; Stein erwiderte ihm:Herr,geben Sie mir mehr Kanonen, als der hat; sonst kann ichIhnen nicht helfen"*).

*) Vielleicht bezieht sich gerade auf diese Begegnung zwischenStein und Schulze die ähnlich lautende mehrfach nachgeschriebeneErzählung vou Pertz in Steins Leben III, 475, dassals sich jemandgegen Stein über den Kurfürsten von Hessen beklagte, er ausrief: