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Johannes Schulze und das höhere preussische Unterrichtswesen in seiner Zeit
Entstehung
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165
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Nothlage des Gymnasiums. 165

Schulze, dem Professor Hadermann, dem Kammerrath Schön-hals, dem lutherischen Pfarrer Emniel und dem reformirtenPfarrer Heinemann gebildet. Schulze entwarf eine Instructionfür die Conimission, wie einen neuen Lehrplan für Gymnasiumund Bürgerschule; nach seinen Vorschlägen sollte in er-sterem Französisch wie Hebräisch nur in ausserordentlichenLectionen gelehrt und der Abgang zur Universität nur denGymnasiasten gestattet werden, die sich in dem einzurichten-den Abiturientenexamen das Zeugniss der Reife erworbenhätten. Dringendere Sorgen aber als die Durchführung dieserBeformvorschläge nahmen hauptsächlich die Schulcommissionin Anspruch; immer grössere Schwierigkeiten und Gefahrenfür das Gymnasium ergaben sich daraus, dass die Nothlageder Lehrer nicht beseitigt, die Besoldungen ihnen nicht ge-zahlt wurden, da die Direction der Landkasse erklärte, dasssie ausser Stande sei die Summe herzuleihen, die für Schul-zwecke zugesagt war; erst Ende September kam es zu dürf-tigen Abschlagszahlungen. Unmittelbar zuvor hatte Schulzeberichtet, dass einer der Lehrer, Vater einer zahlreichenFamilie, zu einem Anlehen von 100 Gulden gezwungen war,bei dem er 16 Gulden Zinsen zahlen musste, ein andererkeine Wohnung finden konnte, weil er die Miethe für diealte Wohnung, die ihm aufgesagt worden, noch nicht zuzahlen vermochte, ein dritter — er selbst — alles, was eran Gold- und Silbersachen besass, verkaufen musste, um diealten Schulden für die Einquartierung zu tilgen. Er sahsich genöthigt dabei auch manche ihm gemachte Geschenkezu veräussern, darunter auch eine kostbare Standuhr, dieDalberg noch aus seinem Exil ihm gesandt hatte; auchmehrere freundliche Briefe, die dieser im Sommer 1814 anSchulze richtete, geben Zeugniss, wie der gestürzte Herrscherfrei von Bitterkeit fortfuhr, sich warm für die „gute StadtHanau" und die Menschen und Anstalten zu interessiren, diein ihr wissenschaftliche Bildung förderten*).

*) Seiner persönlichen Achtung und Dankbarkeit für Dalberghat Schulze noch in seinen letztwilligen Bestimmungen dadurch Aus-druck gegeben, das er dessen von Doli in Gotha aus Carrarischem Mar-mor angefertigte lebensgrosse Büste, die er zufällig auf einer Auktion