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Johannes Schulze und das höhere preussische Unterrichtswesen in seiner Zeit
Entstehung
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150 Erstes Buch. Viertes Capitel.

Dieser Aufgabe nahm Schulze mit regem Eifer sich an;er konnte sich nicht verhehlen, dass die Schwierigkeiten, mitwelchen er zu kämpfen hatte, seit der Bekanntmachung seinesPlanes noch gewachsen waren. Schwer empfand er die Ver-legenheit, die durch Rückerts Austritt entstanden war; diediesem überwiesenen 14 Stunden wurden durch eine Ver-fügung vom 2. Februar so vertheilt, dass Börsch den Ge-schichtsunterricht in den beiden obersten Classen und denVortrag der Poetik und Rhetorik wie die damit verbundeneLeitung der deutschen Stilübungen in Prima übernahm,während die sechs Lehrstunden im Deutschen in der unter-sten Classe dem Pfarrer Zimmermann übertragen wurden,der ausserdem in allen Classen die Sittenlehre vortrug. Auch

drich Hoff und in Commission der J. Ch. Hermannsehen Buchhandlungin Frankfurt am Main erschienen, füllt die Weimarer AbschiedsredeS. 7—24, der Vortrag vom 1. Februar S. 27—42. In ersterer sind jetztdie oben gesperrt gedruckten "Worte gestrichen; der fragliche Satzlautet hier S. 20: „In den körnigten Werken des tiefsinnigen Homers,der voll bitteren Unwillens gegen seine sklavische Zeit schwermüthigklagt, ehrte ich die Reinheit seiner Gesinnung und die alterthümlicheKraft; aber ich suchte Euch vor seinem sich einschmeichelnden Schmerzüber den Untergang des Kömischen Heldenthums zu bewahren, weilder fromme Sinn, den ich Euch als Leitstern durch des Lebens viel-verschlungene Pfade wünschte, an die Unsterblichkeit des Schönenund Grossen glaubt und jedes Herrliche, das versank im Strome derZeit, durch die Allmacht des Geistes mit verklärter Gestalt ins Daseinzu rufen vermag, heiter getröstet über den Tod des Einzelnen durchden Hinblick auf das ruhige ungestörte Leben des Ganzen." Eine ähn-liche kleinere Aenderung nahm Schulze gleich in der Einleitung vor;er hatte hier erwähnt, dass „der Gedanke an die schmähliche Ver-sunkenheit unseres Volks" ihn oft gewaltsam bestürmte; statt dieserWorte setzte er jetzt die weniger anstössigen: „der Gedanke an densittlichen Stumpfsinn unserer Zeit". Nach dieser Duncker nicht be-kannt gewordenen Publication ist seine Darstellung zu berichtigen,auf die ich im Uebrigen diejenigen Leser verweise, welche sich nochgenauer namentlich über die Einzelheiten der Beziehungen zwischenRückert und Schulze und die damaligen Hanauer Verhältnisse undStimmungen unterrichten wollen. Die von mir oben gegebene Formu-lirung deutet hoffe ich den Weg an, auf welchem die viclbestritteneFrage über die Zeit und Umstände der Entstehung der geharnischtenSonette entschieden werden kann, indem sie zugleich erklärlich macht,dass hierüber so verschiedene Ansichten aufgestellt sind.