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Johannes Schulze und das höhere preussische Unterrichtswesen in seiner Zeit
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126 Erstes Bach. Viertes Capitel.

Verhältnissen machte Suabedissen, der von 18001803 dasgleiche Lehramt bekleidete, öffentlich den Vorschlag,dasbisherige akademische Gymnasium in ein gemeines, in eineblosse Vorbereitungsanstalt für die Akademie zu verwandeln";sie sollte einen ähnlichen Charakter wie die Lyceen oderGymnasien in Kassel, Gotha, Idstein tragen, sowohl fürLutheraner als für Reformirte bestimmt sein und mit ihrdas 1668 eingerichtete lutherische Gymnasium verschmolzenwerden*). In den folgenden Jahren trat die Nothwendigkeiteiner solchen Umgestaltung noch deutlicher hervor; jedemUnbefangenen zeigten sich, wie Schulze ausführte, die Mängelder öffentlichen Schulen Hanaus beim ersten Blick; dasPublicum hatte bereits darüber entschieden, indem fast alleEltern ihre Kinder mit unverhältnissmässig grossem Kosten-aufwand in Privatanstalten schickten. Um Local und Fondsdes lutherischen Gymnasiums zu benutzen, schien es ihmrathsam, dasselbe in eine für alle Confessionen bestimmteBürgerschule zu verwandeln und die angestellten Lehrer fürdiese Bestimmung zu verpflichten"; er hielt sie hierfür vieltauglicher als für die Ertheilung von Gymnasialunterricht.Aber auch für das reformirte Gymnasium waren durch-greifende sachliche und persönliche Veränderungen nothwendig;zu ihrer Durchführung, zur Neubegründung und Leitung einerseinen und den Anforderungen der Zeit entsprechenden ge-lehrten Schule hatte Dalberg eben Schulze berufen.

Nachdem dieser in Hanau eingetroffen war, besuchte erdort zunächst nur den Präfecten, den Freiherrn von der Thann,von dessenfahrigem etwas junkerhaften Wesen" er einenwenig günstigen Eindruck empfing; schon am Tage nachseiner Ankunft eilte er nach Frankfurt, wo damals der General-

*) S. Suabedissens Aufsatz in dem 1803 in Marburg veröffent-lichten 4. Heft des voti Münscber herausgegebenen Magazins für dasKirchen- und Schulwesen besonders in Hessen und den angrenzendenLändern. Dass dieser nicht unterzeichnete Aufsatz von Suabedissenverfasst ist, erklärt er in seiner Selbstbiographie in Justis Grundlagezu einer Hessischen Gelehrten-, Schriftsteller- und Künstler-Geschichtevon 18061831, der Fortsetzung der Striederschen GelehrtengeschichteS. 654. Ueber die Geschichte des lutherischen Gymnasiums s. C. Her-wig in dem Programm der Hanauer Eealschule 2. Ordnung von 1869.