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Johannes Schulze und das höhere preussische Unterrichtswesen in seiner Zeit
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Schulze in Heidelberg und bei Dalberg. 117

öfter Beweise seines Wohlwollens gegeben, ihn auch aufseiner Reise herzlich aufgenommen hatte, von Karl von Dal-berg, dem damaligen Grossherzog von Frankfurt.

Wesentlich seinetwegen hatte Schulze sich 1810 dreiTage in Fulda aufgehalten, wohin Dalberg sich damals zurück-gezogen hatte,um seiner tiefen Trauer über das tragischeEnde seiner geliebten Nichte, der Fürstin von der Leyen,ungestört nachhängen zu können". Schon früher hatte erdem Verfasser derGeist und Herz ansprechenden Reden",die ihninnigst gerührt", ausgesprochen, wie er mit ihminGottesverehrung und Menschenliebe" übereinstimme; nachdiesem Urtheil über die erste Sammlung seiner Predigtenhat Schulze die zweite derselben dem Grossherzog gewidmet.War die Verschiedenheit der Confession damals kein Hin-derniss für solche Widmung und ihre geneigte Annahme, soschloss auch die tiefe politische Differenz zwischen dem Be-wunderer Napoleons und dem eifrigen deutschen Patriotennicht aus, dass Letzterem von dem Fürst Primas des Rhein-bunds ein massgebender Einfluss auf die Bildung der Jugendseines Landes anvertraut wurde. Deren Förderung hatten Beideim Auge, als Schulze in den ersten Tagen des Jahres 1812an das Gymnasium in Hanau berufen wurde. Caroline vonWolzogen, die damals am Hof des Grossherzogs in Aschaffen-burg lebte, übersandte ihm im März das Patent seiner Be-stallung, das ihm eine jährliche Besoldung von 1200 Guldenzusicherte*). Schon vorher hatte das Weimarer Consistoriumseine Bitte um Entlassung aus seinem bisherigen Amt ge-währt; am 17. März verabschiedete er sich von Goethe, dessenSecretär Riemer seine Stunden am Gymnasium übernahm,am 19. von seinen Schülern. Sie begleiteten ihn am folgen-den Tage noch bis Erfurt; tief bewegt durch die Trennungvon ihnen fuhr er dann allein weiter zunächst nach Gotha.Er wurde hier von Herzog August empfangen, besichtigte

1) Offenbar" ist eben Schulze derwürdige Mann", der nach demBillet Dalbergs an Caroline von Wolzogen, das in ihremliterarischenNachlass" (I 2 , 79) abgedruckt ist, aus ihrerwohlthätigen Hand seineBerufung erhalten hatte. Mein Wunsch, schreibt Dalberg hier, ist,seinem trefflichen Geist einen schönen Wirkungskreis zu bieten."