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Johannes Schulze und das höhere preussische Unterrichtswesen in seiner Zeit
Entstehung
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64 Erstes Buch. Zweites Capitel.

niedergebeugte Vaterland findet ein Rütli an dein von ihnengeweihten Orte." Gleicher Gesinnung gab er am Sylvester-abend 1807 Ausdruck in ähnlichen Worten, indem er amSchluss desunglücklichen" Jahres die Brüder noch einmalan die Schlachtfelder erinnerte,wo Deutsche sich wechsel-weise mordeten, wo sieb endlich die kämpfenden Mächte dieHände reichten, um dem deutschen Volk mit Hohnlachenteuflischer Art ein Grablied zu singen. Der Genius desFriedens tritt zu uns mit gesenktem Blick, sagt uns, dasser nicht unter uns weilen möge, so lange wir als feigeSklaven an den Blicken eines Menschen hängen, der nichtfühlt, nicht denkt, niebt spricht, wie wir Teutoniens Söhne."Aber auch Trost schöpfte er aus der Betrachtung der Ver-gangenheit; dennwir haben gelernt, dass oft Menschen,die mit ihrem Namen die Welt durchdonnerten, in der wahrenGeschichte als unbedeutende nichtige Schatten verschwinden,weil sie eigensüchtig, nur sieb selbst leben wollten und weilsie, vor denen Millionen sich beugten, als Marionettenpuppengezogen wurden von dem grossen Künstler, der nie seinSpiel verliert". Er mahnte deshalb, dass nur ein jederkräftig handele an seinem Ort, es nie vergessend, dass dieUrsache des Elends, das uns niederbeugt, vornehmlich inuns und unsern Mitbürgern ruht"; er warnte,dass nurkeiner unter dem Mantel eines trägen lässigen Weltbürger-sinns, der die ganze Menschheit zu lieben vorgaukelt unddoch nichts liebt, als sein erbärmliches Ich, das Zunächst-liegende vernachlässige und die ehrwürdige Angelegenheit desVaterlandes und der Familie sorglos behandle. Unsern Muthlähme nicht die Erbärmlichkeit eines Zeitalters, wo Eigen-sucht zur Tagesordnung geworden, wo sich das Grund-gemeine erhebt, das Edlere scheinbar versinkt. Vielmehrentflamme uns alles dieses zu einer rastlosen Thätigkeit undlenke unsern Blick auf eine bessere Zukunft, die wir auchnach unseren Kräften herbeiführen müssen." An solcheMahnung knüpfte der Eedner zum Schluss die Declamationder Schillerschen Worte des Glaubens an.

Die hier ausgehobenen Sätze genügen wohl ein Bild vondem Gehalt und der Form der Anschauungen zu geben, für