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Johannes Schulze und das höhere preussische Unterrichtswesen in seiner Zeit
Entstehung
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Schulzes Verkehr in Halle. 43

Garten, wo ausser ihnen Frau Pollau, die Wittwe des Pro-fessors Juncker mit ihren Töchtern Lotte Juncker und FannyPollau wohnte; von diesen heirathete Erstere später Schleier-machers Freund, den Prediger und Professor Blanc, LetztereFerdinand Ranke; schon in Halle ist Schulze auch Blancnahe getreten. Diese Gartenwohnung verschaffte ihm, wieoben erwähnt, den Vortheil häufiger Besuche von SeitenWolfs; das gemeinsame Interesse an Wolfs und Schleier-machers Vorträgen führte ihn enger mit Beider begabtestenSchülern zusammen. Als er mehr denn 60 Jahre später seineErinnerungen aufzeichnete, nannte er unter denen, die mitihm zu Beider Füssen gesessen hatten, von Mitgliedern desphilologischen Seminars neben Bekker, Boeckh und KöpkeCosack, Konrad Schneider und Wilhelm Thiel, weiter Varn-hagen und Neumann, unter den Anhängern SchleiermachersAlexander von der Marwitz, Adolf Müller und Neander, unterWolfs Schülern Wilhelm Wachsmuth, den späteren LeipzigerHistoriker. Umgekehrt gedenkt Letzterer in seiner Selbst-biographie*) dankbar seines damaligen Umgangs mit Schulze,der ihn, wie er berichtet,durch den Antrag einer Lehrer-stelle im Kloster Unserer lieben Frauen in Magdeburg ineine neue Lebensbahn brachte". Bei seinem Abschied vonHalle schrieb der ihn herzlich liebende Freund seinemtheurenSchulze" einen Satz aus Wilhelm Meister auf ein Stamm-buchblatt; gemeinsame Begeisterung für Goethe war ein Binde-mittel auch für Schulzes Verkehr mit mehreren seiner meck-lenburgischen Landsleute. In nicht geringer Zahl studirtensolche damals in Halle, unter ihnen Karl Wilhelm Kortümaus Strelitz, der später Schulzes College im Ministeriumwerden sollte**); drei Schweriner, Bennewitz, Hennemann undBülow bildeten mit Schulze, Köpke und drei anderen Commi-litonen ein Kränzchen, in dem sie wie einst in Kloster BergeShakespeares, Goethes und Schillers Dramen in vertheilten

*) S. dieselbe vor Wachsmuths niedersächsischen Geschichten im10. Bd. der im Briglschen Verlag in Berlin erschienenen deutschenNational-Bibliothek S. XIII.

**) Vgl. (Deycks), Karl Wilhelm Kortüm. Ein Lebensbild. Berlin1860. S. 6 ff.