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Johannes Schulze und das höhere preussische Unterrichtswesen in seiner Zeit
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24 Erstes Buch. Erstes Capitel.

pflegen können. Dieser hatte nach dem Krieg von 1806Kloster Berge verlassen, war 1809 an der Charite, 1811 amCadettenhaus in Berlin als Geistlicher angestellt; 1815 alsBrigadeprediger im Ziethenschen Corps nach Prankreich ge-kommen war er dort bei den Occupationstruppen geblieben,bis er 1817 als erster Domprediger und Superintendent nachStendal berufen wurde. Wie sehr Altenstein ihn schätzte,zeigte 1832 die Ernennung Ribbecks, der seit 1823 alsRegierungs- und Schulrath in Erfurt wirkte, zum General-superintendenten von Schlesien. Unter dem Wandel derVerhältnisse, der nach Altensteins Tod eintrat, hat auch erwie sein ehemaliger Schüler gelitten; seit 1843 war er mitdiesem im Cultus-Ministerium vereint, in dem fast einMenschenalter zuvor sein Vater ebenfalls als Schulzes Collegefungirt hatte; mit warmem Interesse haben Ribbeck undSchulze beide jeder des Anderen gedacht.

Neben dem guten Verhältniss zu Lehrern und Mitschülernhatte Schulze während seines Aufenthalts im BergischenPädagogium sich auch nahen Verkehrs mit seinem BruderBernhard erfreuen dürfen, dem einzigen, der nach demfrühen Tod seiner beiden andern Geschwister ihm gebliebenwar, da gleichzeitig Bernhard die damals berühmte Magde-burger Handelsschule besuchte. Nach Vollendung seinerSchulstudien trieb es Johannes zu seinen anderen Ver-wandten in die Heimath. In Gesellschaft einiger Landsleutefuhr er auf der Elbe nach Havelberg und von dort aus mitder Post nach seinem Geburtsort Bruel. Hier sah er nachsiebenjähriger Trennung seine Mutter wieder; sie wohntenoch im Hause ihrer Eltern, die nach den Worten ihresEnkelsehrwürdig und liebenswürdig, wie Philemon undBaucis dahinlebten"; sie haben noch die goldene Hochzeitgefeiert, wozu ihre einzige Tochter von Kiel herbeieilte. Nurkurz konnte ihr Enkel in ihrem Haus verweilen; dann ginger nach Schwerin und Dömitz; von dort reiste er mit derPost über Kloster Berge, woLorenz am Tisch der Conven-tualen ihn festlich bewirthete", nach Halle. Am 17. Mai 1805wurde er als Studirender der Theologie und Philologie vondem damaligen Prorector Eberhard immatriculirt. Hatte er