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4 (1924) Deutsche Schrifttafeln aus Pergamenthandschriften des XIII. und XIV. Jahrhunderts
Entstehung
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VORBEMERKUNG.

Das vorliegende Buch führt in ausgesuchten Proben die Blütezeit der gotischen Schriftauf deutschem Boden im XIII. und XIV. Jahrhundert mit dem beginnenden Über-gang von der reinen Buchschrift zur Buchkursive vor. Die gewählten Beispiele stammenaus den verschiedensten Teilen Deutschlands, aus bayerischem, alemannischem, elsässischem,mitteldeutschem und niedersächsischem Sprachgebiet, und weisen mannigfaltige Abstufungenauf von der monumentalen künstlerischen Ausstattung des großen Foliobandes bis zu derbescheidenen Gebrauchsschrift des kleinen Erbauungsbuches oder des gerollten Liebesbriefes.Die Grundsätze der Bearbeitung sind dieselben geblieben wie bei den drei früheren Ab-teilungen unsererDeutschen Schrifttafeln", denen sich dieser neue Band nach einer durchden Krieg und seine Folgen verursachten Unterbrechung von 10 Jahren, dank der Über-nahme des Carl Kuhn'schen Verlages durch Herrn Karl W. Hiersemann, als vierter anschließt.Doch muß nun für die Literaturangaben zusammenfassend noch auf die 2. Auflage des Cataloguscodicum manu scriptorum bibliothecae Monacensis, Tomi V. pars I., verwiesen werden, die1920 erschienen ist unter dem Titel: Die Deutschen Pergamenthandschriften 1200 derStaatsbibliothek in München, beschrieben von Erich Petzet.

Einen abschließenden V. Band, der deutsche Schrifttafeln aus Papierhandschriften desXIV. bis XVI. Jahrhunderts bringen soll, hoffen wir im nächsten Jahre folgen lassen zu können.Damit wäre dann das Ziel unseres Tafelwerkes erreicht, die Entwicklung der Schrift in dendeutschen Sprachdenkmälern von ihren Anfängen bis zur Zeit des frühen Buchdrucks zu ver-anschaulichen in möglichst verschiedenartigen Beispielen, wie sie der Handschriftenschatzder Münchener Staatsbibliothek in unübertroffener Reichhaltigkeit darbietet.

München und Leipzig, im Dezember 1923.

ERICH PETZETOTTO GLAUNING.