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Die Strassburger Tucher- und Weberzunft : Urkunden und Darstellung ; nebst Regesten und Glossar ; ein Beitrag zur Geschichte der deutschen Weberei und des deutschen Gewerberechts vom XIII. - XVII. Jahrhundert
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listen, lutschen so viel als Leisten, Heilende, Tuch-

lod, lode, Joden auch lotten kommt in Strass-burg nicht in der Bedeutung von grobemstarkgewebtem Tuch, wie in Bayern, vor,sondern in derselben Bedeutung wie LeisternHeilende, Tuchstreifen.

lützel wenig, gering.

luter lauter.

lyninwot Leinwand.

lymbel Schuhfleck.

lysamen, lismen stricken.

lysseln leise reden.

M.

macheyer ein Art geringer Leinwand.

magesott Magsaat, Mohn.

maneckels färben 110, Z. 14 v. o.

margzal, nach markzal nach Verhältniss.

menye Menge.

raerschaz Wucher, höhere als die erlaubten Pro-zente.

miete, miet Lohn, Belohnung, Vergeltung, Be-gabung, Bestechung.

mietwan Erwartung einer Miethe, Versprechungeiner solchen mit der Absicht zu bestechen.

mödlen 247, Z. 24 v. o. bezeichnet hier einen Theilvon gestrickten Hosen, kommt aber wohlvon Model, Muster her.

znöse und brote Beköstigung.

N.nähtz noch jetzt gleich Zwirn gebraucht: das wo-mit man näht.nuwelingen erst vor kurzem, kürzlich.

O.

6gen, öigen vor Augen bringen, zeigen.

öigelecht (boweln duch) 90, Z. 14 v. u. DasWort stammt wohl von ouge oige Auge,wie man theilweise noch die Vertiefungenin gemusterten Geweben nennt.

P.

phenwert was einen Pfennig werth, dafür zuhaben ist, Waare, Verkaufsartikel.

pleudenn 120, Z. 18 v o.

presenz eine schwarze Farbe, die statt des In-digos gebraucM wurde.

pynten (brabensch pynten duch) 84, Z. 15 v. o.

R.

reyf ein Mass, um Tuch im Grossen zu messen.

riegeläscb 323, Z. 19 v. o.

rihtunge Richtung, Pachtung, Vertrag.

ripplecht 84, Z. 19 v. u. eine Barchentart, ohneZweifel dieselbe, welche besihnierter Bar-chent genannt wurde und in Strassburg 23Rippen hatte.

röche eine Tuchart, vgl. S. 426, Anm. 1.

rümpfeht von rimpfen also geritzt, runzlicht.ruhen (geruhet siden tuch) rauh machen, ge-

rucheter samit Halbsammet.raschen (färben mit der ruschen) eine Farbe, um

den Barchent zu färben, vielleicht von der

Binse (rusohe) stammend.ruwerin, Reuerinn (ruwerin kloster uf dem werde

vergl. Hegel, Städteehroniken, Strassb. 2,

741).

S.

sagit 39, Z. 19 v. o. nach der Ueberschrift eineSchleierart.

samenthaft zusammenhängend, im Grosshandel.

satin ein Seidenstoff, Stoffe de soie plate, qui estfine moeleuse et lustree (Littre).

say ein halbwollener Stoff mit Seide, Baumwolleund Leinen gemischt (vgl. Rüdiger Hamb.Zunftr. 211); Justi, Manufakturen 2, 46bezeichnet soy als eine feine fest gewebteauf der rechten Seile glatte Art von Rasch.

schartter siehe scheter.

schaub Strohwisch zum brennen und leuchtenaufgesteckt.

scheter, scherter feine Leinwand., Glanzsteiflein-wand.

Schleyer, sleiger bedeutet ursprünglich feine Lein-wand überhaupt Kammertuch, ornatum mu-liebrum cujus modi sloieria pepla sunt(Benecke); siehe oben S. 423.

schmitzen anstreichen, beschmieren, wird identischmit kotteniren gebraucht.

schrentzig, schränzig zerriessen.

schulzenburger eine Art Schutzbürger oder Schutz-befohlene in Strassburg.

schupfen, schupfen scheuchen, tcegjagen, dann alsStrafe in eine Pfütze oder den Stadtgrabenmit der Wippe werfen.

schurtag, schürtdag Aschermittwoch.

schwenkel was sich schwingt, Schwengel, Vor-richtung zum Schliessen des Weges.

segat 82, Z. 3 v. u-, ohne Zweifel identisch mitsege seidenes Kleid, das entweder aufsagetum frz. sagette oder auf sagana tvestis)zurückgeht (Benecke).

semelich auch.

semyt (gegreinter semyt) eine Seidenart, Summt.

serigen, Berge ein leiciäer Wollenstoff, theils mitLeinen, theils mit Seide gemischt, barschedaraus verfertigte Decke Siehe oben S. 424und; hans. Gesch.-Blätter 1874, 160—62.

serre Schlagbaum.

seuwen (garn) 85, Z. 4 v. o vielleicht Seegarn.

sibecken 35, Z. 4 v. o., ohne Zweifel Siebchen.

sider da, hernach, zuletzt, später.

sleiger siehe Schleyer.

slücht 9, Z. 18 v. o. siehe Druckfehlerverzeich-niss.