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Die Strassburger Tucher- und Weberzunft : Urkunden und Darstellung ; nebst Regesten und Glossar ; ein Beitrag zur Geschichte der deutschen Weberei und des deutschen Gewerberechts vom XIII. - XVII. Jahrhundert
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hant von des antwerckes wegen vir unsz und unser nochkome in kraft disz briefes, dazwir bynander gewessen sint mit gutem rot und gehel aler der sticke, die harnochgesriben stont, durch dez besten und liebe leben wille und öch schaden und unfromenzu vermiden und öch got und unser liebe fröwe domit zu erren, in der gnodeu wirale stont.

1. Zu dem ersten, wo ein weber hie meister wort, der git vurab ein pfuntwases an der weber kertz und darnoch ale fronefast git er 2 d. zu der kerzen, dazman sy in erren unser lieben fruwen gehalten mack.

2. Ouch wen ein meister einne kneht anstellet zu erbeit, so sol kein andermeister eim sinne kneht on sinn e wissen und willen ab ziehen, wer daz darüber teht,daz kyntlichen wer, der besert fünf Schillinge daz dem' antwerck und sol den knehtdarüber nimer halten.

3. Item wer öch under unsz Webern einnen lerrekneht dinget zu lerren, dersol esz vor den. büssenmeistern tun, also fil er dene den lerrekneht redet zu lern, ustotman dan wal, und darumb so sol der lerrekneht varabe geben ein pfunt wases an dermeister kertz und sol öch geben 10 d. zu winköf, und dozü sol der, dene den lerreknehtdinget, öch 10 d. geben, daz wurt züsame 1 untze, die untz d. sellent die meister undlerrekneht und ander kneht bynander uzerren, wene esz den meistern gefuckliche ist, sosol der meister und der lerrekneht die untz d. den andern meistern gehorsam sin zugeben on ale Widerrede.

4. Item öch ist beret, wer ez, dasz der meister und der lerrekneht über kurtz* oder lanck ander werbe eingedinge und in firbasz me sölte lerren, wane var bedinget

wasz, so solent sy ander werbe daz obegenant wasz und gelt verfalen sin, also varstot zu gebende, und werlre meister oder lerrekneht daran ungehorsam war, wene sydarumb ermanet werden von den büssenmeistern, den semeliches enpfalen ist zu heischen,der besert 6 sz. d. dem antwertzk, er köne esz den var den meistern redelichen ver-antwurten, daz die meister ein bemogen hant, so sol er esz sin geniesen, wer esz aberdaz sy üt firbaser erkantent, daz sol er öch gehorsamt syn zu geben und zu tun onallen intrack.

5. Item harin ist öch beret, wene ein kneht oder meister ein gebot haben wilvar dem antwerck, so mack er zu den büsenmeistern gon und mack eisz heischen, sosol man im eisz machen zu ungelichen zitten, also daz er gebe den bysenmeistern ir reht,daz ist vier pfennige den meistern züsamen zu gebieten und den meistern zwen schilingvir daz gebot, daz ist züsamme 2 sz. d., und werle den also unreht gewinet und ver-liret, der git daz vorgenant gelt var ab, und waz die meister firbasz erkenent, daz soler öch gehorsam zu halten on ale geferde und Widerrede.

Hie by ist gewesen Role Lawel, Swanvoge Role Cünz, Claus zu Sande Role,Lorrentz Hans, Borgermeger Hensel, Claus Stibenweck, Sümont Weber, Cunrat Swop,Roler Toman, Role Lawel der junge, Mathis Wehter, und also noch alen varbescheidenenwarten, so habent wir die obgenanten meister unser hantwerekesz ingesigel gehenket andisen brief, ale forgesribene sticke und puneten stehte und getrowelich zu halten, eimalso dem andern on geferde; geben uf Sant Tomans tag var winahten, do man zalte vonChristi gebyrte vierzehen hondert und fierezick nyn jor.