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209. Meister und Bath zu Oberehnheim genehmigen auf Bitte der Weberdie yon denselben aufgesetzte Zunft- und Bruderschaftsordnung. 1461.
Olerehnh. St. A. Perg. TJrk. mit zerbrochenem Siegel. Der untere Tlieil derUrkunde ist stellenweise ganz zerstört.
Wir Herman Hans der meister und der rate zu obern Ehenheim kundent allermengliche mit disem brieffe, das uff hüte datum -vor uns gewesen sint dise hienach ge-nante unser burger, alle meister wöber bantwerckes und bant uns zu verstände geben, wiedas gewonlich sy in allen reichstetten, das die meister uff irem obgenant hantwerckzünffte und ordnunge haben und haltend mit einander durch des willen, das sich eynerby dem andern betragen und alle desterbas mit got und mit eren auskörnen mogent.derglichen haben ir fordern des egenant hantwereks und ouch sie etliche ordenungo bisher by uns gehapte und darzu ouch ein kertzen in der kappellen by uns gehalten undnach gelegenheit und gestalt ir sachen bedunk sie notdörfftig sin, solichs etlicher masseninwidern und in bessern, darumb so habent sie sich des alle gemeynlich und ein-helliclich mit eynander vereynet, das sie solich ir zünffte ordenunge und bruderschafftenu hinfur me by uns mit eynander und gegeneynander in unser vorgenant stat habenund halten wollent in solicher massen und wise, als dan diese hienach genanten punetenund artickel clerichen innehaltent. und nachdem sie das wol verstant und bekennet,das inen solichs one unser wissen und gehe'le nit zu tunde noch zu besliessen gehurt,harumb so hant sie alle gemeynlich und einhelliclich uns fleiszliche und ernstliche ge-betten, inen solichs zu gunden und zu gestatten, sie ouch doby zu halten und zu hant-haben, also hant wir soliche ir fleissige bette gehört und ouch angesehen, das sie meynet,als sie uns zu verstände geben hant, das solich ir fürnemen und ordenunge inen selbs undouch der gantzen gemeynden by uns nutze und fromen bringen sol und möge, undhaben also in soliche hernach geschriben ir ordenunge puneten und artickel verwilligetund geholten doch mit solich unterscheide, ob es were, das wir oder unser nachkomenmeister und rate in obern Ehenheim hie nach über kurtze oder langk uns anders under-richtet und uns zu verstand gebn wurde, das solich hienach geschriben ir ordenunge undgemechde oder eyniche puneten und artickel darinne begriffen ungebürliche oder un-ziemeliche und der statt und gemeynde in obern Ehenheim schedelich wernt, so soluns und unsern nachkomen behalten sin, das wir solichs wider absagen ouch abtunund das heissen mogent zu ordenen und zu setzen, wie wir dann zu rate werdent oderan rate findent, das demselben hantwerck und ouch der gantzen gemeynde by uns allernützlichste und gefuglichste sin möge, des alsdann die egenant meister und alle ir nach-komen des selben hantwerkes by uns uns und unsern nachkomen meister und rate zuobern Ehenheim, die zu den selben zyten sint oder sin werdent, one intrag und Wider-rede gehorsam sin sollent, alles getruwelich und ungeverlich allerdinge.
1. Zum ersten, als sie untz har ein kertzen in unser kapelle in der stat unserlieben frouwen zu lobe und eren gehapte und gehalten habent, die sollent und wollentsie ouch fortan bliben lassen und die halten hin, als bis her. dar zu so sollent undwollent sie noch ein kertzen haben und halten in Becherskirchel ouch vor unser liebenfrouwen und alles das wahse, so inen von disen hernachgenant ordenungen und artickelngefellet und wirt, do sol das dritteile fallen und hören an die alte kertze in der kappelleund das viertel an die nuwe kertze in Becherskirchel, dann hienach bescheiden stat, allesgetruwelich und ungeverlich aller dinge.