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Die Strassburger Tucher- und Weberzunft : Urkunden und Darstellung ; nebst Regesten und Glossar ; ein Beitrag zur Geschichte der deutschen Weberei und des deutschen Gewerberechts vom XIII. - XVII. Jahrhundert
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345
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I

stuckelwerck machen in und iren landen zu tragende, das da nit mochte komen in dasachte gebunt, das mag ein jeglicher wolmachen in das sibende gebunt, also das es sinrechte gebreite habe.

9. Ouch ist zu wissende, was von allen vorgeschriben besserunge gevallent, dassöllent die weber antwerck uszrichten on semliche besserungen, die eine an sine eretreffende, das sol meister und rat usz tragen.

10. Item wer ouch ein tüch machen wil, der sol es besigeln. wer das nit tete, Sder bessert drige scbillinge, alse dicke das verbrochen wurt.

11. Item ouch sol ein jeglich grosz wisz tüch sechtzig und vier eleu haben undein halbes drissig und zwo elen. was es me het, das bringet keinen schaden, was abermynder het, das bessert drige Schillinge.

12. Item ouch sol ein jeglicher walker jores sweren vier elen in eim gantzentüch zu lossende und zwo elen in einem halben ungoverlicli.

13. Es sol ouch nieman dehein ander wolle zu dehoinem grossen tüch mittel-tuch und deinen tuch, alse die vorhin harhme benant sint, wanne die genge und gebe ist.

14. Ouch ist zu wissen, welhes tuch zu smal ist. wie wo! es sinen vollen het,es sie an dem stüle oder do man das bctigeln wil, das bessert drige Schillinge pfennigo.

15. Item es sol ouch kein weber noch kein tüchcr dehein tüch zu walken tun,ein fünfteman habe es denne e gemessen.

l(i. Item wo man ouch vindet garne oder wolle, das ein male gearbeitet ist,das nympt das antwerke gerwe und gehaltent es untz an die stunt, das es gerechtfertiget wurt. ,

17. Älszdenn ist ouch harhme zu wissen, wer von dem lande tuch bringet inunser stat zu obern Ehenheim und ist das zu smal, das bessert nun untzo pfennige,dan von git man dem stettemeister fünff Schilling und das überige nympt das antwerck.

18. Item wer tüch wil machen, er sie frömde oder heimsche, das er selbertragen will, der bessert nüt, er mache es joch, wie er wolle, doch sol es sin rechtebreite han.

19. Item wenne ouch ein tüch gerecht in die walken kompt, so sol es derwalcker recht bereyten. dete er das nit, so sol ers bessern, alse er erkant würt.

20. Item ein jeglich tuch misset man mit dem ysen. das ysen ist drige elenbreit minre ein vierteil.

21. Item welhes tüch ouch ein ingesigel het, das ist böse, und welhes zwei yingesiegel het, das ist gut, und das tüch mit dem einen ingesigel, das da böse ist, dasbessert drige Schillinge pfennige.

Und der vorgesehrieben dinge aller zu einem worein steten und vesten Urkunde,so hant wir unser stette ingesigel zu obern Ehenheim an diesen brieff geton hencken,der geben wart uff den neusten zinstag vor sant Gertruttag des jores, alse man zaltenacli Christus geburte vierzehen, hundert zwentzig und vier jore.

208. Die Meister des WeberhaiHlwerks zu Oberelmheim verkünden ineinem Briefe, was sie über ihre Kerze, über Lelirliiigswesen und Gebote

vereinbart. 1449.

Oberehnh. St. A. Perg. TJrk. mit gut erhaltenem Siegel.

Wir die meister weberantwerkes zu Obernehenheim dunt kunt allen mengelich,die disen brief jemer angesehent oder herrent lesen, dasz wir unsz mitenander vereiniget

Stmssb. Tuch u. Web. Zuiii'i. 44