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207. Meister und Eatli zu Oberehnlieim erlassen auf Antrag der Weberund Tuclier eine Ordnung über das Tuchmachen. 1424.
Oberehnh. St. A. Perg. Vrlc. ohne Siegel.
Wir Berner Lauwelin der meister und der rat zu obern Ehenheim bekennentund tun kunt offenbare aller menglichem mit disem briefe, da8 für uns in unseren offennrate komment die weber und tücher in unser statt wonende und sessehaftig und legtenuns die vür, wie das sü güttelich und früntlicb miteinander überkomen werent aller derstücke, so hie nach begriffen und geschrieben stont, denne es sie armen und riehenfrömden und heimschen nutze und gut sin bedachte, so were es ouch ein gut ordenungeund notdurfft under innen selber, und betent uns mit ernste, das wir die stücke alle ver-hören und unseren gunste und gehelle ouch darzü geben und sie des under unserstette ingesigel verbrieven woltent. und also hant wir diese nachgeschriebenen stücke 'alle und ir jegliches besunder verhört und hant innen die gegunet und erloubet zu haltende,doch also wenne meister und rate zu obern Ehenheim wellent, so mogent sie es wider-ruffen und genzlichen abtun.
1. Von erste ist zu wissent, das ein jeglich grosz tüch sol haben acht gebunt,so sol ein mittteltuch haben nun gebunt, item so sol ein dein tüch han zehen gebunt,und wer es das kein tüch me gebunt hette, dan vorgeschriben stat, das bringet keinenschaden, aber wer es, das keins minre hette, es were denne uff fünffzehen faden, welredas verbreche, der bessert funff pfunt straszburger pfennige an sollichen funff pfundendie zwozal meister und rat obgenante und das dirteil den weberon zugehört.
2. Und wer es, das es ein frowe zettelte oder wer zu lützel zeterlte, und dasein kneht weben würde, und zu lützel do were, und verkündet er es dem meister nit,eb er es webet, so kumpt der knecht umb fünff Schillinge, wer es aber, das es mit desmeisters wissen geschehe, so bessert der meister die vorgeschribene besserung, zu wissenfünff pfunt.
3. Item ouch sol ein jeglich wisz ypersch tüch haben acht gebunt und sol habenvierdehalp elen breit eins halben vierteils mynre uff dem stule mit dem ysen gemessen,welhes alier smalher were, das bessert drige Schilling der obgeuanten pfennige und soldirtehalp elen mynre ein halp vierteil breit sin usser der walken, so man es besigeln sol.item ouch sol man machen ein jeglich growe ypersch tüch, das da geslagen ist undgrowe gekempt, in das achte gebunt, und was es mynre hett, das bessert drige Schilling,alse dicke das beschehe, und sol die vorgenant breit user der walken ouch han.
4. Item ein jeglich heiden sol haben sehs gebunt und sol sein drige elen breitmynre eins vierteils, und was es smalher were, das bessert drige Schilling.
5. Item ein growe kemelin tüch sol haben siben gebunt und sol die lengde sinachtzig und vier elen und ein halp kemelin tuch vierzig und zwo elen, und was sieme hettent, das bringet deheinen schaden, was sie aber mynder hettent, das bessertdrige Schillinge, alse dicke das beschee.
6. Item ouch sol nieman tücher oder weber kein tuch, wanne es uszer derwalken kumet, verkouffen, es sie denn vorhin besigelt mit eime lunfteman.
7. Es sol ouch kein weber kein andern blowe ende machen an sin tuch, ersige denne ein tucher oder weber. wer das tete, der bessert drige Schilling, als dickedas beschehe.
8. Item wer es, das jeman frömde oder heimsche, frowen oder manne woltent