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Die deutschen Geisslerlieder : Studien zum geistlichen Volksliede des Mittelalters
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Das Lied 'Maria unser vrouwe' (Lied IV). IQfS

37 Si haisset du unberhaft ist,As du magd von nature bist.

=9 Daz sol dir an zaichen sinDaz du ouch gbirst an kindelin.

31 Wän got in dem himelrichSint ällü ding ztünd mugelich.«

33 Maria sprach: »zden Worten dinGib ich gern den willen min.«

35 Zehant enpfieng si Jesum Crist,Der aller weit an troster ist.

37 Der engel vant Marian ainAn ir gbet, daz waz vil rain.

39 Du botschaft gie zeir oran in,Der hailig gaist flos da mit in.

u Der worht in ir libe daz

Das Cristus got und mensche waz.

« Maria grüzd ir mümun zhantDiu Elizabet waz genant,

45 Du sant Johansen swanger waz,As ir der engel kunte daz.

47 Des grüz frowt sich daz kindeliBeslossen in sinr müter srin.

49 Maria trüg aün smerzenIr kint undr irem herzen,

51 Bis nüne manot komen hin,Daz si solt gbern daz kindelin.

53 Do si daz kindli gberen solt,Niemen si behusen wolt.

5s Gen Bethleem si komen waz,Der romscher kaiser gbot ir daz.

29 sol auf Rasur. 31 Wän] ° rot übergeschr. 51 nune] e nachträglich.

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