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2 (1924) Das Streben
Entstehung
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PASTORS ENTGEGNUNG

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Durch die gegen ihn gerichteten Angriffe verletzt und gereizt,beschloß Pastor, mit seinen Gegnern abzurechnen. In seinerSchriftZur Beurteilung Savonarolas 186 ", die sich hauptsächlichmit Luotto befaßte, versicherte er, es sei sein Bestreben gewesen,den berühmten Dominikanermöglichst objektiv zu würdigen", wie wäre seine Darstellung wohl erst ohne dies Streben aus-gefallen! Ohne auch nur den ernsten Versuch einer wissenschaft-lichen Widerlegung der wider ihn laut gewordenen schweren Be-denken zu machen, erneuerte er einfach seine Beschuldigungen,als ob diese durch Wiederholung gewännen, und redete sich ein,seine Beurteilung des Frate seiin keinem wesentlichen Punktezu modifizieren". Nicht einmal den Vorwurf gänzlicher Unkennt-nis der Hauptquellen wagte er zu entkräften. Er habe, bemerkteer lediglich, keine Monographie über Savonarola schreiben wol-len, Luotto sei auch nicht imstande gewesen, ihm das Übersehenauch nureiner einzigen Aktenpublikation, einer einzigen Schrift,eines einzigen Zeitschriftenaufsatzes aus der so sehr umfangreichenLiteratur nachzuweisen". Als ob die Kenntnis selbst der massen-haftesten, nur zu oft herzlich gleichgültigen, zum einen Teile ver-alteten und wertlosen, zum anderen oberflächlichen und irrefüh-renden Literatur, deren Vollständigkeit ohnehin nie zu erreichenist und auch von Pastor nicht erreicht wurde, die Vertrautheit mitden Quellen ersetzen könnte, in welchen der behandelte Held selbstzu uns spricht und sein Herz enthüllt! Und als ob nicht gerade derUmstand, daß er keine förmliche Monographie vorlegen wollte,der stärkste Antrieb für Pastor hätte sein müssen, sich mit um sogrößerer Zurückhaltung und Bescheidenheit in einer Sache zuäußern, in der er sich auf eigene Zuständigkeit nicht zu berufenvermochte! Wie schon in der Papstgeschichte umgab er sich auchjetzt wieder mit einer Wolke höchst einseitig ausgewählter, zu-stimmenderUrteile" von Schriftstellern, die in der Savonarola-frage niemals eigene Studien trieben und in keiner Weise zuHause waren 187 , hütete sich aber, die ihm unbequemenUrteile"von Gelehrten anzuführen, die über viel größere Sachkenntnisverfügten und seinen Standpunkt nicht teilten. So trug seineSchrift nicht das Geringste zur Förderung und Klärung der streiti-gen Punkte bei; sie war nicht nur nicht imstande, den Wider-spruch zum Schweigen zu bringen, sondern forderte ihn im Ge-genteil erst recht heraus. E. Commer ging denn auch mit ihm so-

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