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2 (1924) Das Streben
Entstehung
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DER STAATSMANN

des Weines enthalten, dagegen an Kälte, Bewegung und mäßigeArbeit gewöhnen. Ihre Sinnlichkeit ist wohl zu zügeln. Sie dürfensieh ehrbarer Vergnügungen und Spiele in Gegenwart älterer Leuteerfreuen, sollen aber vor zu vielem Weinen und vor dem Verkehrmit Sklaven, ferner vor schmutzigen Reden und dem Anblicke un-schamhafter Dinge bewahrt bleiben, die öffentliche Darstellungunzüchtiger Dinge sollte also gesetzlich verboten sein. Um sie zueinem rechtschaffenen Wandel zu erziehen, sind sie an den Vor-bildern der Vergangenheit sowie an Gleichnissen im Gesetze Gotteszu unterweisen; auch in der Musik sind sie auszubilden, denn siekönnen nicht ohne Kurzweile sein, und sollen daher angehaltenwerden, das Lob Gottes und die Ruhmestaten großer Männer, kurzalles, was zu einem braven Leben entflammen kann, zu besingen.Mit einem Worte im Hinblick auf das von ihm zu erreichendehohe Ziel wird der Herrscher von selbst die erforderlichen Maß-regeln treffen, die sich hier nicht alle aufführen lassen. Ganz be-sonders muß er mit Vorräten aller Art, namentlich auch mit Goldund Silber, reichlich versehen sein und Ratgeber sowie Gehilfen zurSeite haben, die ihm ihre Dienste unentgeltlich leihen, denn sonstsind sie nicht Teilhaber an seiner Herrschaft, sondern Taglöhner,wie gegenwärtig in Italien. Um die Lasterhaften vom Bösen abzu-halten, bedarf der König des Militärs, wie es seiner Würde auchziemt, Lehensleute zu haben, die ihr für immer verpflichtet sind,Barone und Höflinge, zur Sicherheit und Kurzweil, sodann auchLeute mittleren und niederen Ranges zu verschiedenen Ämternund Diensten. Ebenfalls zum Schutze seiner Person wie seinerAngehörigen, sodann zum Zwecke rücksichtsloser Rechtspflege,ferner, um nicht beständig den Blicken der Öffentlichkeit ausge-setzt zu sein und dadurch sein Ansehen zu schmälern, endlich zurSicherung seines Reichtums und seines Landes vor den Angriffenauswärtiger Feinde muß er starke Festungen besitzen. Zur För-derung des Handels und des Verkehrs wie auch des Gottesdienstessoll er sichere Straßen anlegen, für die er von den Reisenden mitFug einen Zoll heischen mag. Er wird viel mehr in Ehren stehen,wenn er seine eigene Münze prägt, die sich dann nicht so leichtändern läßt; desgleichen soll er für rechtes Maß und Gewichtsorgen. Als Landesvater kommt er den Armen aus Staatsmittelnzu Hilfe, wodurch er sich die Huld des Himmels erwirbt. DennGüte und Fürsorge für die Untergebenen, Eifer in der Rechtspflege