174Herren von Wachtendonck über. Dem Arnold von Wach-tendonck, Gemahl der Elise von Binsfeld war dessen gleich-namiger Sohn, diesem sein Sohn Wilh. Adolph gefolgt. Durchletztern kamen die Wachtendonckschen sowohl, wie die BinsfelderGüter zum Theil an die Freiherrn von Harf zu Dreiborn.1702 besaßen die beiden Freiherren von Wachtendonck undHarf jeder zur Hälfte die Binsfelder Güter zu Nideggen.Jeder hatte einen Halbwinner daselbst. Der Freiherrvon Harf verkaufte sein Gut, das nicht sehr bedeutendwar, an den Vogt des obern Amts, Trimborn, um dieMitte des vorigen Jahrhunderts. Dieses Gütchen lag denRathhaus gegenüber auf der Ecke der Zülpicher Straßeund der Kirchgasse; es ist jetzt in einen Garten umge-wandelt.3. Der CroatirhofIn der Stadt Nideggen befand sich ein Burglehn, derCroatirhof oder jetzige Beuershof, welchen letztern Namener von der Familie Bewer empfing, die ihn schon vor 1600zuLehn trug. Es war ein Mannlehn, dessen Besitzer mitPferd und Harnisch Ritterdienste thun mußte, njud bestandaus einem, zwischen dem Brandenberger und DürenerThore auf der Stadtmauer erbauten und von einem ma-lerischen Thurme gekrönten herrschaftlichen Hause nebstgroßem Hof und schönem Garten und mag wohl dasselbesein, von dem in einer Urkunde von 1356 die Rede ist,wo es heißt: „zu Nydecg by des Margreven hoyve an dermuren.“ In alter Zeit war mit dem Hof auch der einselbstständiges Lehn bildende Fischbacher Hof im GerichtBernstein verbunden und so wurde Wilhelm von Mees-heim 25. Mai 1484, Franz von Meesheim 1524 FrauenAbend conception und 13. Sept. 1541, Wilhelm Pastoirs5. Dez. 1565, des letztern Bruder Jakob 13. Dez. 1580,wiederum des Wilhelm Pastoirs Sohn Johann 18. Sept.1586 und Heinrich Pastoirs belehnt. Im Jahre 1622 da-gegen war das Fischbacher Lehn wieder davon getrennt,auch außerdem aus dem Croatirlehn ansehnliche Büsche, Ben-den, Weingärten u. Land verkauft und verpachtet. Damals be-
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