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Geschichte der alten Jülich'schen Residenz Nideggen
Entstehung
Seite
111
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111ter über Berg, Embken und Zülpich auf Cöln hinzog undvon den Malmedyer Gerbern und den Montjoier und Im-genbroicher Fabrikanten bei der Unwegsamkeit der Eifelzum Besuch der Frankfurter Messe benutzt wurde, wie auchein bedeutender Fruchthandel in dieser Richtung aus Mont-joie ins sogenannte Niederland hier betrieben wurde. Nochzu Anfang dieses Jahrhunderts wissen sich Leute zu erin-nern, daß 20 bis 30 Frachtführer, besonders zur Zeit derNesse in dem Wirthshaus an der Ruhrbrücke auf einmalbernachteten.Auf dem Landtag von 1771 war der Ausbau der Frank-furter Straße zu einer Chaussee beschlossen und die Arbei-ten schon weit vorangeschritten. Sie sollte von Montjoieauf Imgenbroich, zwischen Conzen, Simmerath und Kester-nich vorbei auf Strauch, Schmidt und Nideggen gehen.Auf die Bemühungen des Dürener Magistrats wurde indeß trotz der Gegenvoxstellungen der Imgenbroicher Fabri-kanten der Straße 1777 die Richtung statt nach Nideggennach Düren gegeben. An dieser neuen Straße hatte dasAmt Nideggen 750 Ruthen, die in dasselbe fielen, zu bauenund erhielt dafür 15 Jahre gemeinschaftlich mit der Wehr-meisterei den Genuß einer halben Barriere, die 1782 aufgestellt wurde; zu gleicher Zeit mit ihr wurde das Brücken-geld und die Barriere auf der Schmidt, die Nideggen ge-hörten, verpachtet.VI. Kirchen und kirchliche Institute.1. Der deutsche Orden und die Johannitercommende.Graf Wilhelm III. von Jülich schenkte 1219, als ersich in Aegypten auf einem Kreuzzug befand, das Reichslehn Berynstein und die Kirchen zu Siersdorf und Nideggen dem deutschen Orden, einem geistlichen Ritterorden,den 1190 deutsche Kreuzfahrer zur Vertheidigung des ge-lobten Landes und zur Pflege der kranken Pilger gegrün-det hatten. Lacomblet II, 82. Der Erzbischof von Cöln