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149gärter liegend.“ In Nideggen hat ein solches Präm.=klo-ster positiv nicht existirt, weder für Nonnen, noch fürMönche und ist das von Schmidt erwähnte Gebäude viel-mehr das alte Stift und spätere Minoritenkloster. Erwä-gen wir nun, daß ein dem von Tesch. erwähnten Vorfallegenau entsprechender sich zu Nieder=Eheim im Kreise Daunzugetragen hat, indem dort 1175 ein Präm. Nonnenklosterunter Aufsicht des Abts von Steinfeld gegründet wurde,dieses 1461 durch Brand unterging und an seiner Stelledarauf 1507 ein zu Steinfeld gehöriges männliches Präm.Priorat errichtet wurde, so liegt es fast auf der Hand,daß eine Verwechselung des kleinen und entfernten Dor-fes, dessen Name früher Niderche geschrieben wurde, mitder bekannten Stadt Nideggen (Videcche) vorliegt.VII. Das Amt Nideggen.Schon im 13ten Jahrhundert war die Grafschaft Jü-lich in mehrere Verwaltungsbezirke, sogenannte Aemter ein-getheilt, über die ein ritterbürtiger Amtmann gesetzt war.Ihre Zahl vermehrte sich mit der Ausdehnung des Lan-des und stieg zuletzt auf 27. Des Amtes Nideggen ge-schieht unseres Wissens 1369 zuerst Erwähnung, doch hates unzweifelhaft lange vorher bestanden, da die Grafensich schon 200 Jahre früher in dieser Gegend ansäßig ge-macht und auf dem Schloß zu Nideggen sogar ihren blei-benden Wohnsitz genommen hatten. Vor dem letzten Vier-tel des 12ten Jahrhunderts findet sich keine Spur vonjülichschen Besitzungen nach dieser Seite hin. Das spätereAmt Nideggen gehörte damals zum Zülpicher Gau, derjedoch längst keine Gaugrafen mehr hatte. Zuerst erbte1177 Wilhelm II. von seinem Schwiegervater Albert vonMolbach dessen von dem Schlosse Molbach, dem jetzigenMaubach an der Ruhr benannte Grafschaft, die den Grund-stock für das Amt Nideggen bildete. Dasselbe erhielt um1240 einen bedeutenden Zuwachs durch einen Theil derBesitzungen der früheren Herren von Hengebach, währenddie eigentliche Herrschaft Hengebach selbst ein eigenes Amt