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Geschichte der alten Jülich'schen Residenz Nideggen
Entstehung
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148kendienst war und es später auch neben dem Kampfe ge-gen die Ungläubigen geblieben ist. Ein solches Siechhausbestand zwischen Nideggen und Berg an der äußerstenGrenze des städtischen Gebietes bei der Trennung derMontjoie= Cöln= Frankfurter= und der Düren= TriererStraße. Der Johanniterorden, der in Nideggen eine Com-mende hatte, wird dasselbe versehen haben. 1623 wurdenvon den Erben der Ida Ploenis Wb. Naaß, die ad piosusus 500 R.=Thlr. legirt hatte, den Leprosen uf dem Sandvor Nideggen 30 R.=Thlr. vermacht, so einem von BergFriedrich .... außgethan, und den Siegen darab diepension zu empfangen verwiesen. 1585 wohnte Giel amSieghaus, der dem Junker zu Lüppenau einige Haferpächtezu zahlen hatte; noch im vorigen Jahrhundert standen dortmehrere Häuser, die zur Pfarre Berg gehörten. Als dasBedürfniß der Siechhäuser allmählich abnahm, fielen diemeisten hinweg. Eine Churf. Verordnung von 1712 hobsie für Jülich und Berg gänzlich auf, da die Leprosen sichhäufig der größten Verbrechen, Todtschläge und anderenSchandthaten schuldig machten. Jetzt bezeichnet nur nochder Name die Stelle, wo das Nidegger Siechhaus gestanden. Wie gewöhnlich an solche gemiedene und verhaßteOertlichkeiten, knüpft sich daran eine Menge von Spukgeschichten, die noch nicht aufgehört haben, fortzuspielen.7. Angebliches Prämonstratenserkloster.Teschenmacher I. c. S. 359 und 365 erzählt, es habesich früher zu Nideggen ein großartiges Prämonstratenser-Nonnenkloster befunden, das jedoch zu Grunde gegangenund an dessen Stelle dann ein von den Steinfelder Mön-chen verwaltetes Präm= Mönchskloster unter einem Priorentstanden sei und noch 1610 bestehe, eine Nachricht, deren Urheber Tesch. selbst ist und die von ihm indie meisten Bücher, die Nideggens Erwähnung thun, überging, wie noch in Schmidts Geographie von 1704 zu lesenist:In Nideggen war ein Priorat der Prämonstratenserzu Steinfeld, außer der Stadt zwischen Gemüse= und Obst