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Geschichte der alten Jülich'schen Residenz Nideggen
Entstehung
Seite
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139der weit ausgedehntere Wald nicht mitgerechnet, der sichbis dem Lacher und dem Kallweg entlang zog.Das Kapitel hatte sich verpflichtet, die Klosterkirche zuNideggen im Bau zu halten und dort einen ständigen Vi-kar zu stellen. 1585 beschwert sich der Magistrat, daß esdiesen Verpflichtungen nicht nachkomme und nur noch einGeistlicher, der Pfarrer, im Orte vorhanden, die Vikarieauch ganz zerfallen sei. 1596 erkundigt sich die Regierung,da die Klosterkirche baufällig und guter Reparatur bedürf-tig sei, wie es damit und mit den Monumenten stehe undwas daran zu bessern nöthig. 1602 muß die Kirche zumGottesdienst unbrauchbar gewesen sein; denn in diesemJahre übernimmt Anton Fabritius von Abenden gegen 4Malter Roggen, 8 Malter Hafer und 8 Gulden current,die ihm der Kapitelskellner zu Düren zahlen soll, eine wö-chentliche Messe in der Gasthauskapelle und eine ebenfallsin der Pfarrkirche für die Wohlthäter des Stifts zu errich-ten; er ist noch 1623 dessen Vikarius; 1624 conferirte esdie Stelle dem Pastor Heinrich Eltermann zu Berg. Die-ser bittet den Rath als Provisor des Gasthauses um Be-stätigung, indem er sich erbietet, die wöchentlichen Messenzu lesen und das Gasthaus zu bedienen, auch, wenn esihm zu schwer falle, einen residirenden Geistlichen hinzustellen, dem er dann auch die Kapelle zu Thum übergebenwolle. 1638 las der Pastor von Bergstein F. PetrusHommann die Messen im Gasthaus für neun R.=Thlr.Noch 1739 hatte das Kapitel einen Vikar zu Nideg-genDie Reliquien der sel. Christina gestattete der Magistratnicht wegzubringen und befanden sich solche noch 1586 hier-selbst. Man weiß nicht, wie sie nach Jülich gekommensind; dort geht die wohlfeile Sage, daß an einem Nach-mittag, als die Canoniche eben aus der Vesper kamen, einfremder unbekannter Mann, der auf alle an ihn gestelltenFragen keine Antwort gab, mit einem Wagen vor derPfarrkirche angehalten und dort den Sarg mit den Reliquien abgesetzt habe, darauf aber spurlos verschwunden sei.Das Fest der sel. Christina wird noch in Jülich am 6.Novbr. begangen und strömen alljährlichs viele Pilger