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Geschichte der alten Jülich'schen Residenz Nideggen
Entstehung
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132Viertel Wein und ein Sümmer Weizen, wofür er die nöthigenHostien zu liefern hatte, (dann fürs Stellen der Kirchenuhr ein Malter Roggen). Außerdem erhielt der Pastorfür gewisse fundirte Messen aus der Kellnerei Jülich 10Gulden, seit 1670 aus der von Nideggen 11 Gulden 9Albus 4 Heller. Der Zöllner zu Birkesdorf gab ex piafundatione für ein Osterlamm 10 Mark Cöln.3. Das CollegiatstiftSiehe Wollersheim. Leben der ekstat, und stigmat. JungfrauChristina von Stommeln, Cöln 1859; Brockmüller, Entwurf einerhistor.= statist.= medizin. Topographie der Stadt und des KreisesJülich, Jülich 1839.Da an dem Grabe der seligen Christina (geb. 1242 zuStommeln bei Cöln, gest. 1312), deren Gebeine auf demKirchhofe zu Stommeln ruhten, viele Wunder geschahenso ließ am 2. August 1339 Graf Theodorich der Frommevon Cleve mit Erlaubniß seiner beiden Vettern, des Mark-grafen Wilhelm von Jülich, zu dessen weltlichem Gebieteund Walrams von Jülichs, Erzbischofs von Cöln, zu dessengeistlichem Sprengel Stommeln gehörte, die Ueberreste derJungfrau in die dortige Pfarrkirche übertragen. Er wurde beidieser Gelegenheit durch Berührung derselben von der Gichtdie ihm den Gebrauch seiner Glieder fast gänzlich raubte,geheilt und gründete aus Dankbarkeit neben manchen andern guten Werken ein Collegiatstift zu Stommeln. Eskam jedoch hier nicht zu Stande, denn nicht volle 3 Jahrenachher, am 1. Mai 1342 wurden die Gebeine der selChristina in einer neuerbauten Kirche zu Nideggen beigesetzt, wohin Markgraf Wilhelm mit Genehmigung des Erzbischofs, seines Bruders das Stift verlegt hatte.!) Walramerrichtete gleichzeitig eine Probstenstelle, zu der der Markgraf eine Person vorzuschlagen hatte, die Dechant und Kapitelunter Vorbehalt der erzbischöflichen Bestätigung einsetzen1) Ueber die Verlegung des Kanonichenstiftes von Stommeln nachNideggen nebst dem Leichnam der seligen Christina vergl. man Bollan-disten zum 22. Juni commentar. praev. fol. 272