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Geschichte der alten Jülich'schen Residenz Nideggen
Entstehung
Seite
117
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117teln, 766½ Pfund schwer. Der Ofen lag auf dem Fren-zenplatz. gegenüber der großen Seitenkirchthür. Die Kircheselbst mußte 1760 in Folge der Erdbeben der drei vorher-gehenden Jahre bedeutende Reparaturen erleiden, die sichnoch bis 1790 fortsetzten. 1762 erhielt sie eine neue Or-gel. Der Thurm wurde im Juli 1801 einer umfangrei-chen Ausbesserung unterzogen. 1804 wurde mit Bewilli-gung des Bischofs Berdolet die alte Orgel verkauft unddurch die schöne Orgel aus der Minoritenkirche ersetzt1840 ließ man die zweite Glocke, die gebrochen war, umund eine dritte kleinere dazu gießen, durch Franz Christ.Zimmermann zu Cöln für 680 Thlr., letztere erhielt dieInschrift: „Sum ego vos vitae. Quos voco fideles ve-nite.Nachdem die Kirche in Folge langer Vernachlässigungfast in Schmutz verkommen war, blieb deren Säuberung,Neubeplattung, Reinigung der Wände, Säulenschafte undSäulenkapitäle, die Herabschaffung eines Theiles der altenhäßlichen Zopfmobilien, überhaupt die Anbahnung einerſtilgerechten Reſtauration der thätigen Fürſorge des Ober-pfarrers Hodiamont (1843 — 55) aufbewahrt, der auchsonstige Reparaturen, sowie die Herabversetzung der Orgelauf einen niedrigern, der Akustik günstigern Standpunktvornahm. Sein Tod verhinderte die Ausführung des eben-falls schon projektirten Gewölbes. 1863 den 16. AprilNachmittags zwischen drei und vier Uhr bei schweren Ge-witter traf ein Blitzstrahl den Kirchenthurm und schälteeine Rippe des Helmes ab, ohne weitere Beschädigungenzu verursachen. Die Versicherungsgesellschaft zahlte 110Thlr. 1866 erhielt die Kirche einen von den MeisternLanser und Wings zu Aachen für 811 Thaler in Holzschnitzwerk und weißen Marmor ausgeführten neuen Haupt-altar.b., Nachrichten über die Pfarre.Dem deutschen Orden war 1220 durch Erzbischof En-gelbert das Recht verliehen worden, die Pfarrerstelle zuNideggen persönlich zu bekleiden; ob er dies Recht ausge-