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Geschichte der alten Jülich'schen Residenz Nideggen
Entstehung
Seite
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116rida depellit, tartara saeva ligat!" die andere Glocke wurdeeinfach mit dem Namen des zeitlichen Pastors und derProvisoren bezeichnet. Die Kirche nahm zum Neubau desThurmes mehrere Kapitalien auf, so 16. Juli 1637 vonAmtsgerichtsschreiber Pick 200 R.=Thlr., von denen 12½R.=Thlr. ländlicher Pension gezahlt werden sollten, wovonnicht Hagel, noch Windschlag, Mißwachs, Krieg, Mord, RaulBrand, Türken, noch andere Schatzungen, Steuern, Contributionen und keine Privilegien der Päpste und Kaisersie befreien sollen; 1644 den 6. Januar gestattete die erzbischöfliche Behörde, die ziemlich bedeutenden mehrjährigenGasthausüberschüsse zum Kirchenbau zu verwenden. DerThurm war noch nicht vollendet, dessen Helm jedoch schonangefertigt, als die Hessen denselben wieder zerstörten; siesprengten ihn zuerst mit Pulver und brachen dann dasMauerwerk so weit ab, daß es inwendig fast der Erdeglich, äußerlich kaum noch eine Ruthe hoch war. Der Wiederaufbau geschah der geringen Mittel halber kümmerlichund schmucklos. Wir besitzen noch einige Baunotizen;1648 steuerte Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm 60 Goldguldenbei. 1652 im Februar wurde der hohe Bogen nach derKirche zu verdungen für 16 R.=Thlr. und eine Tonne Biernebst 4 Quart weißen Weines als Weinkauf, so auch getrunken. Da 1655 den 14. März die Steine aufgegangenwaren, benutzte man altes Stadtmauerwerk. 1656 der12. Mai wurde die Eindeckung des Helmes Meister Joh.Streiten, Dachdecker aus der Geyen, verdungen und am12. Mai 1657 ein Contract über die Anfertigung des Helmesselbst geschlossen, den wir unten mittheilen. Zugleich mit demThurme sind wahrscheinlich auch die Dächer und das Ge-wölbe der Kirche zu Grunde gegangen; (es heißt;ecclesiaper incendium fere media ex parte una cum campanicombusta est.1696 wurde eine Marienglocke!) durch Christoffel vonTrier, Bürger zu Aachen, aus Kirchenmitteln gegossen1600 Pfund schwer: ferner eine Glocke zu Ehren des süßenNamens Jesu?) aus Kirchen,= Gasthaus= und Stadtmit-(1)In honorem Beatae Mariae Virginis 2)In laudem suavissimi Nominis Jesu lauten die betreffenden Inschriften.