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Geschichte der alten Jülich'schen Residenz Nideggen
Entstehung
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manische Hauptthor, das sog. Nycksthor in den Burgfleckenhinein, das 1504 und 1583 Her=Nyts=Pfortt, später HerNix Pfortze genannt wird und auf Ritter Engelbert Nivon Birgel hinweist, dem 1412 Nideggen verpfändet warund der deshalb Burggraf, Amtmann und Vogt zu Nideggen heißt. Zwei andere kleinere und später vermauerteThore führten einerseits zu der Kanzley, andererseits zumBrunnen Heimerstein und zur Bewersley.Da der alte beschränkte Platz für die anwachsende Be-völkerung nicht mehr ausreichte, mochte sich eine Vorstadtgebildet haben, die man befestigte und in der sich danndas Hauptleben entfaltete und auch in späterer Zeit er-hielt, als die Häuser des Burgfleckens zerfielen und außeder Kirche und der Pfarrwohnung fast nur noch Gärtendort übrig blieben. Um die Neustadt zog sich in weitemKreise eine hohe Mauer mit vielen Thürmen und vierschönen gothischen Thoren, deren Bauart beweist, daß dieseErweiterung nach der Mitte des 13. Jahrhunderts stattgefunden hat, während sie andererseits vor 1330 vollendetwar, da in diesem Jahre das Dürener Thor genanntwird. Es ist wohl anzunehmen, daß sie vom Grafen Ger-hard herrührt, der die Stadt 1313 mit dem großen Privileg beschenkte, ja es ist wahrscheinlich, daß, nachdem erdie Stadt vergrößert hatte, er ihr zur Krönung seinesWerkes und zur Beförderung weiterer Ansiedlung jenesPrivileg verlieh. Jedenfalls kann die Erweiterung spätestens während seiner Regierungszeit geschehen sein, da er1327 oder 1328 starb; sie geschah aber sicher ebensowenigdurch seinen 1277 in Aachen erschlagenen Vater WilhelmIV., da diesem Fürsten seine ununterbrochenen Kriege nichterlaubt hätten, ein so bedeutendes Werk zu unternehmenDie Regierung Gerhards bis 1313 war verhältnißmäßigruhig und so konnte er denn die Mauern, Thürme undThore in schönstem Material und besonders die letzternmit großer Baupracht aufbauen. Die Abschlußmauer desBurgfleckens blieb erhalten und bildete selbst nach demFalle der Neustadt eine zweite, starke Vertheidigungsliniedes Schlosses, die um so leichter zu behaupten, als sieganz kurz war. Schloß und Stadt wurden im Mittela

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