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Geschichte der alten Jülich'schen Residenz Nideggen
Entstehung
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28wie stolz und stattlich es in die fast ringsum von ihm be-herrschte Gegend hinabschaute, doch für seine erhöhte Würdenicht glänzend genug erscheinen und er faßte den Entschlußsich eine Wohnung zu schaffen, wie sie prächtiger wohl keinFürst in deutschen Gauen damals besitzen mochte. KaiserLudwig hatte ihm 1335 die innerhalb der Bannmeile vonAachen gelegenen Dörfer und deren Gutszubehör verpfändetund schenkte ihm kurz nach seiner Erhebung zum Markgrafenden Reichswald zwischen Cornelimünster und Montjoie. EineLehnsauftragung seitens des benachbarten Adels folgte derandern. Im Mai 1338 gab ihm der Kaiser das Recht,in allen Städten und Ortschaften seines Gebiets und seinerReichspfandschaften Zoll und Accisen gemäß einem bestimmtenTarif zu erheben und ernannte ihn zum Reichsmarschall.König Eduard von England ernannte ihn wegen seinerBundesgenossenschaft in den französisch englischen Kriegen1340 im Mai zum Pair von England und Grafen vonCambridge mit einer bedeutenden Jahresrente. Nach LudwigsTod suchte dessen bisheriger Gegenkönig Karl IV. den Markgrafen sich zu verbinden. Er übergab ihm 1347 als Pfänderdas Schulzenamt der Stadt Aachen und die dortige Probsten-stelle und dehnte diese Verpfändung im folgenden Jahre aufdie Städte Düren, Sinzig, Remagen, Burg Kaiserswerthdie Probsteien zu Kerpen und Werden aus. Der bedeutendeErtrag dieser Pfänder gewährte dem Markgrafen die Mittel,um die Burgen Sinzig und Nideggen zu erweitern und zuverschönern. Die letztere erhielt durch ihn ihre herrlichsteZierde, den großen Rittersaal. Alle Schriftsteller damaligerZeit, wie der spätern Jahrhunderte sind seines Lobes voll.Teschenmacher I. c. Fol. S. 359 sagt, Nideggen sei be-rühmt um seines großen und prächtigen Rittersaales willen.In diesem Saale wurde die um Weihnachten 1356 aufden Fürstentag zu Metz erfolgte Erhebung Wilhelms zumHerzog gefeiert und ein großes Turnier zu Nideggen ab-gehalten. Brockmüller, Jülich'sche Topographie, S. 11.In dem Saale wurden auch nachmals mehrfach Ritterspiele(hastiludia) abgehalten. Bros. I. c, I, S. 81. Nideggenblieb fortwährend Sitz der jülichschen Hofhaltung. Nachdemder erste Herzog Wilhelm noch 1356 von Reinard von

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