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Schönau, Herrn von Schönforst die Herrschaften Montjoieund Falkenburg käuflich erworben und so Nideggen, dasbis dahin an der Grenze des Montjoier Landes gelegen,ringsum von jülichschem Gebiete umgeben war, folgte imFebruar 1361 Wilhelm II. Unter ihm herrſchte eine großeUnsicherheit im Lande und obwohl 1365 den 5. Mai einfünfjähriger Landfriede zwischen dem Reichsvikar HerzogWenzel I. von Luxemburg, Wilhelm von Jülich, Johannvon Brabant, der Stadt Aachen, Erzbischof Engelbert vonCöln und mehreren Grafen und Herren zu Stande ge-kommen und am 21. December 1365 auf weitere fünfJahre verlängert wurde, gestattete doch Wilhelm nicht nurWegelagerern den Aufenthalt in seinem Lande, sondern gabihnen sogar Schutz gegen einen Antheil am Raube. Beidem lebhaften Verkehr durch das Jülicher Land gelangtenKlagen von allen Seiten an Wenzel. Dieser schritt jedocherst ein, als Kaufleute aus seinem eignen Lande 1370 imJülichschen beraubt und die Entschädigung von Wilhelmverweigert wurde. Kaiser Carl IV., Wenzels Bruder, er-mächtigte diesen zur Züchtigung der Räuber und zur Säuberung des Landes Jülich. Er drang mit einem mächtigenHeere in Jülich ein und am 21. und 22. August 1371kam es bei Baesweiler zur Schlacht. Auf beiden Seitenwurde mit gleicher Tapferkeit gestritten. Anfangs wandtesich das Jülichsche Heer zur Flucht und der Herzog selbstwar gefangen. Da eilte zu entscheidender Stunde seinSchwager Eduard von Geldern herbei und warf die Feindezurück. Die Jülicher sammelten sich wieder und errangeneinen herrlichen Sieg. 8000 getödtete Feinde bedeckten dasSchlachtfeld, 270 Grafen und Ritter wurden gefangenund unter die Bundesgenossen vertheilt. Herzog Wenzelfiel Wilhelm zu. Dieser behandelte ihn mit feiner Höflich-keit und führte ihn selbst in Begleitung zweier ebenfallsgefangener Edelleuten des Herren von Seron und Petervon Bar zuerst nach Jülich und von da nach Nideggen,wo er ihn in Haft hielt. Die Unterhandlungen wegenseiner Freilassung zerschlugen sich an den immer höhersteigenden Forderungen Wilhelms. Der Kaiser, der sich damals in Coblenz aufhielt, sprach endlich die Reichsacht über