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21wurden, und andere Concessionen. Am 2. November 1242kam der Vergleich zu Stande und Conrad wurde seinerneunmonatlichen Haft entlassen. Im Jahre 1244 brach derKrieg von neuem aus, der diesmal nicht so günstig fürden Grafen scheint geführt worden zu sein; denn nur mitMühe wurde der Herzog von Brabant, des ErzbischofsBundesgenosse, bewogen, einen Waffenstillstand zuzugestehen.Zu der politischen Gegenstellung zwischen dem GrafenWilhelm und dem Erzbischof kamen noch dynastische Inter-essen hinzu. Des Erzbischofs Bruder, Graf Friedrich vonHochstade und Ahre, hatte diese beiden Grafschaften 1246dem Erzstift geschenkt und dieses war auch in ihren Besitzgetreten. Auf beide aber machte außer andern VerwandtenAnsprüche des Grafen Wilhelm Bruder, Walram von Bergheim, der Friedrichs Nichte geheirathet hatte. FortwährendeReibungen fanden statt. Ein 1251 erlassener Schiedsspruchbeendigte den Streit nicht und es erfolgte auf Maria Reini-gung 1254 ein neuer Schiedsspruch, in dem die SchlösserNideggen, Heimbach und Jülich als Eigenthum der KölnerKirche erklärt wurden; der Graf Wilhelm sei nur Burggraf in Jülich und mit Nideggen belehnt und der Biſchohabe das Oeffnungsrecht daselbst, d. h. der Graf müsseihm die Schlösser übergeben, so oft er deren bedürftig seiund sich darin vertheidigen wolle; habe der Erzbischof einSchloß wegen eines Vergehens zerstören lassen, so dürfees der Graf ohne seine Erlaubniß nicht wieder aufbauen.Lac. II, 410. Auf welchen Gründen dieser Schiedsspruchberuhte, werden wir weiter unten sehen. Der Graf beugtesich indeß demselben nicht. Er und der Graf von Bergverwüsteten die Güter der Geistlichen und vertrieben diese,so daß selbst der Gottesdienst unterbrochen werden mußte.Daher erschien ein Breve des Papstes Alexander IV. vom18. August 1255 und im Jahre 1257 bestätigte derselbePapst den Schiedsspruch von 1254. Noch heftiger ent-brannten nach Conrads 1261 erfolgtem Tode die Kämpfemit dessen Nachfolger, Engelbert II. von Falkenburg. Diekriegerischen, aus mächtigen Familien entsprossenen, durchpolitische Begabung und Thatkraft ausgezeichneten ErzbischöfeConrad und Engelbert suchten ihrem Stuhle die Herrschaft