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Zn p. 64 Z. 20. In der lothringischen Correspondenz Baierns findensich (Ma. 285/3) eine Reihe von Schriftstücken, die sich auf BemühungenLothringens einem nicht genannten Fürsten die Statthalterschaft derNiederlande auf ein oder zwei Jahre zu verschaffen, beziehen. Derlothring. Vorschlag an Granvela vom 8. Febr. 1570 bezeichnet „einengewaltigen mechtigen fürsten, welcher catholisch, betagt, von denundertanen und undersassen sowol als von den nachpaurn ohnverdacht,von meniglichen geliebt, von niemands gehasst, alles respects und forchtwürdig, dem künig nahe verwandt, zu I. Mt. dienst sonders wol bewogenund von dem heil, apostolischen Btul sehr hoch geachtet ist"; eine solchePerson und noch viel füglicher habe die Herzogin an der Hand. Gleich-zeitig war auf ausdrücklichen Wunsch Hrz. Albrechts (an Christina,30 Jan.) der lothring. Rat Silliers in gleicher Sache an Alba abgefertigtworden. Alba erklärte l.ierin selbst nichts tun zu können, erbot sichaber nach Spanien zu schreiben (Relation über die Verhandlung vom17. Febr.); üranvela lehnte iu seiner Antwort auf obigen Vorschlag(27. Febr.) jede Beteiligung ab und erklärte, er wünsche gar nicht zuwissen, wer mit jenem Fürsten gemeint sei. — Die ganze Sache wurdeim Anschluss an die Weigerung des Landsberger Bundes Spanien auf-zunehmen aufs Tapet gebracht und mit dem Fürsten kann gewiss nurAlbrecht von Baiern selbst gemeint sein.
Zn p. 78 Z. 2. Im J. 1580 erinnert Clervant an Bemühungen desverst Emanuel Philibert von Savoien um J. C. Freundschaft (no 256).Von einem Condolenzbesuch des mantuanisehen Gesandten in Heidelbergspricht Labbe (an Nevers, Breslau 2. Mai 1577).
Zu p. 84 A. 4. Ueber die Werbung ui.d Verhaftung des Grafenvon Eberstein vgl. Koch II, 289 ff., wo u. a. Correspondenzen zwischenKf. Friedrich und Würtemberg.
Zn p. 92 Z. 1. Ueber eine venezianische Gesandtschaft in dieserSache bei Kf. Johann Georg (Winter 1571) vgl. Nie. Leutingeri Operaomnia I (Frkf. 1729), C85/6 (Commentar. de Marchia lib. XXI § 18).
Zn p. 101 A. 2. Die von Büttinghausen , Beyträge zur pfälz.Gesch II, 394/5 angeführte pfälz. Tradition, um deren Bestätigung ersich vergebens an Haller wendete, existirte bereits im XVI Jahrh.Leutinger (Opera I, 510 f.) erzählt in seiner Gesch. der Mark beimJ. 1566: Pf. Friedrich, der von seinem Zwinglianismus nicht lassen wollte,„cepit sibi prospicere, Bernae iure civitatis comparato, quando-quidem in caritate civium, qui G. A. ferme addicti, parum spei reponeretet Ludovicum filium a se dissentientem haberet, et istuc res suos trans-portare , ut si vis immineret, ibidem privatam vitam, si noncum dignitate, attamen in pietate ageret." Die Rettung Frie-drichs von der Exclusion wird hier den Bemühungen Kf. Augusts undder brandenburg. Gesandten zugeschrieben. — Im J. 1577 dachte J. C.daran, sich vor der luther. Reaktion seines Bruders in die Schweiz zurück-zuziehen (oben no. 19).
Zn p. 106/7. G. Chr. Joannis I, 877 (Anmerkung zu SerrariusV. 13) nennt als kurpfälz. Gesandten den Rat Johann Philipp Landschadvon Steinach, wonach der von Schomberg berührte Plan Ehern abzufertigennicht verwirklicht wurde. Landschad vertrat mit Pastor den Kf. auf demfolgenden Frankfurter Tag (Kl. II, 587) und wurde 1576 Amtmann vonBoxberg (Widder II, 42).
Zn p. 108 A. 1. Vgl. über die Wegnahme von Bitsch auch J. G.Lehmann, Urk Gesch. der Grafschaft Hanau-Lichtenberg II, 472 ff.
Zn p. 120 A. 1. Details sehr fraglicher Natur gibt Lfinig, Thea-trum ceremon. I, 499 f., vgl. die Kritik von Büttinghausen (An-merkung zu § IU des pfälzischen Staatsrechts von J. J. v. Moser, Hei-delb. 1762; Ergözlichkeiten II, 50 f.).