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1 (1882) 1576 - 1582
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III. Die Jahre der sächsisch-pfälzischen Freundschaft.

August von Sachsen galt unbestritten für den ersten Fürstendes Reichs. Nicht nur die evangelischen Stände, auch die Katho- lischen und die Ausländer hatten sich gewöhnt in ihm die mäch-tigste Stütze jenes Compromisses zu sehen, das schon über einJahrzehnt den deutschen Religionsparteien ein erträgliches Zusam-menleben möglich machte. In seinen persönlichen Beziehungensprach sich diese Vermittlerrolle deutlich aus; er stand mit demKaiser Maximilian, sogar mit Albrecht von Baiern vertraulicherals vielleicht mit irgend einem protestantischen Fürsten. Eine ganzbesondere Verehrung brachte man ihm an ein paar italienischenHöfen entgegen; der römischen Curie erschien das Schicksal desdeutschen Protestantismus an seine Person geknüpft und sie wardnicht müde auf seine endliche Bekehrung zu hoffen. Dagegen hiesses wohl in eifrig protestantischen Kreisen, August sei ein ver-steckter Papist, mache sich fremden Potentaten und dem römischenBischof dienstbar. 4 ) Nur Spanien hat trotz aller sächsischen Artig-keiten sein Misstrauen gegen den einflussreichen Ketzer niemalsaufgegeben. Und die Vorgänge des Jahres 1568 schienen dieseZurückhaltung der ersten katholischen Macht vollauf zu recht-fertigen.

Schon während der Grumbachischen Unruhen hatte es Augen-blicke der Entfremdung zwischen den natürlichen Bundesgenossen,zwischen August und dem Haus Oesterreich gegeben. In Sachsentraute man den Spaniern die Absicht zu, mit Benützung der schwe-disch-lothringischen Praktiken und der Grumbachischen Partei ander Ostsee Fuss zu fassen; während der Belagerung von Gothaerhielt dann Kurfürst August Kenntniss von jener Instruktion,durch deren Enthüllungen der Kaiser auf die Seite der Aechterund der unzufriedenen Ritterschaft gezogen werden sollte. 2 ) DieGegner Dänemarks und Kursachsens bedienten sich dabei derkeineswegs neuen Behauptung, der Wettiner trete in die Fussstapfenseines Bruders Moritz und habe sich als festes politisches Ziel dieErwerbung der römischen Krone vorgesetzt; selbst die Astrologie

1) Sehr, eines englischen Agenten aus Strassburg, 8. Juli 15G7,Oal. St. P. a. a. 0. 276; vgl. die offizielle Warnung der sächsischenRäte wegen dieses Gerüchts Kl. II, 207.

2) Archiv f. s'ächs. Gesch. V, 61 ff.; Ortloff II, 329 ff.

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