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1 (1882) 1576 - 1582
Entstehung
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I. Die Politik Friedrichs des Frommen und dasEntscheidungsjahr 1566.

Um die pfälzischen Wittelsbaeher schaarte sich vor dem Beginnund im ersten Akt des dreissigjährigen Kriegs jene protestantischeBewegungspartei, die den Kampf gegen Korn und Habsburg auf ihreFahnen geschrieben hatte. Haus und Land der Pfälzer haben danndie anfängliche Niederlage dieser Opposition am Schwersten ent-gelten müssen; sie sind von ihren deutschen und auswärtigenFreunden im Elend verlassen worden. Forschen wir aber nach denKeimen einer so verhängnissvollen Politik, so weist uns Alles zurückauf den ersten calvinistischen Kurfürsten Friedrich III. , und zwarnicht auf den Beginn, sondern auf die späteren Jahre seiner Re-gierung. Wir stehen also zunächst vor der Frage : wie ist Friedrichder Fromme zum Vertreter einer kriegerischen Unionspolitik ge-worden ?

Seine persönlichen Neigungen hatten durchaus nichts gemeinmit jener abenteuerlichen Gewinnsucht, die so manchen seiner fürst-lichen Zeitgenossen in gefährliche Händel zog oder gar zum käuf-lichen Landsknecht machte. Gleich fern lag ihm der gewissenloseEhrgeiz und der staatsmännische Blick eines Moritz von Sachsen.Sein erster und letzter Gedanke war. die Religion; er hat Jahreseines Lebens darauf verwendet, sich durch eigne geistige Arbeitjene Ueberzeugung zu erringen, welche sich die meisten deutschenFürsten ohne viel Nachdenken von ihren Hoftheologen vorschreibenHessen. Dass sein reiflich durchdachtes Bekenntniss von dem na-tionalen Luthertum abwich und ihn den ausländischen Anhängerndes Evangeliums näher brachte, das kam zunächst bei ihm garnicht in Betracht; er suchte einfach die an keine Nation, an keinemenschliche Autorität gebundene göttliche Wahrheit. Die politischeTragweite seines Schrittes ist ihm erst nach und nach zum Bewusst-sein gekommen, aber seine Entscheidung für den Calvinismus hatzuerst der Pfalz jene Sonderstellung innerhalb des Reichs angewiesen,

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