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1 (1882) 1576 - 1582
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lichkeit eines pfälzischen Gewaltschritts in Deutschland. J ) Wirwerden noch finden, dass in der Tat eine kriegerische Aufregungauch zu Hause, am Heidelberger Hof vorhanden war. Und JohannCasimir, kaum zurückgekehrt, hoffte bald genug seine Rolle alsvon Gott berufener Schützer der Religion in Flandern mit gleichemErfolg zu spielen. 2 )

Diesen Scheintriumph der pfälzischen Politik sollte Friedrichder Fromme kaum einige Monate überleben. Als er starb, war der Zer-fall des französischen Friedenswerks unaufhaltsam im Gang. Wasaber seiner eigensten Schöpfung, der deutsch - reformirten Kirchebevorstand, darüber musste er längst im Klaren sein. Denn die letztenJahre hatten seine Vereinsamung innerhalb des Reichs besiegeltund sein Erbe wartete nur auf den Tod des Vaters, um diesenihm verhassten Bann durch eine lutherische Reaktion wieder auf-zuheben.

VI. Königswahl und Freistellung; Friedrichs Tod.

Wenn die politische Haltung der deutschen Protestanten indiesen Jahren ihren katholischen Gegnern, zumal den geriebenenItalienern fast unbegreiflich erschien, so kann das nicht Wundernehmen. Ausländische Pamphletisten Hessen sich ganz offen herausund übergössen dieunvorsichtigen Bestien", die weder die Grösseder Gefahr noch ihre eigene Stärke erkannten, mit bitterem Hohn.Man nahm die einzelnen Fürsten vor und zog aus der Betrachtungihres Tuns den Schluss, eine solche Summe von Verkehrtheiten

1) Mainz fürchtete beim Heraaszug des casimirischen KriegsvolksSchaden zu leiden (Morone an Cardinal von Como, Regensb. 19. Juni,Theiner II, 525). Später sprach man von einem Anschlag des Pf. gegenKöln (Jaroslav von Kolovrat an K. Rudolf, 21. August; Georg Ludwigvon Seinsheim an den Kaiser, Würzb. 10. Oktober, Wh. Kriegsakten),

2) Vgl. unten die pfälzische Instruktion vom Sept. 1576; ferner dieMitteilung der Pf. Elisabeth vom 10. Dez. (Kl. Ehe p. 51 A. 1.); übri-gens sei bemerkt, dass die Berichte der jungen Pf. an ihre Eltern diePolitik Friedrichs und ihres eigenen Gemahls geradezu feindselig be-sprechen.