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Oktober Saxonico negocio curando et promovendo isthic cognos-cet" (Theiner III, 318). Hierauf bezieht sich nun ein Sehr. Possevino'sauB Pressburg vom 28. April 1583, das den Adressaten (offenbar einensachsischen Rat) an ihre Unterredung zu Augsburg erinnert, wo ihn Kf.August selbst gehört und mit Passbriefen versehen habe, „darmit ich zurgelegenheit zue S. Oh. Gn. kommen möchte" (Dr. 8517 Cop.). lieberAugusts intimen Verkehr mit Baiern, die Gerüchte von seiner Abmachungmit den Geistlichen und von der Bekehrung seines Sohnes vgl. no. 385;388. Baiern hatte den Kf. u. a. auch ersucht, seinem Obersten Ernstvon Mandelslohe die Annahme der Bestallung zum Feldmarschalk desLandsberger Bundes zu gestatten, aber die Bedingung Augusts, dass M.für den Fall einer Bedrängniss seiner Lande durchaus zu Beiner Ver-fügung Btehen müsse, unannehmbar gefunden (vgl. die Corr. hierüber Ma.402/1). Von der berührten Sendung Sachsens an Parma fand ich sonstkeine Spur. Hier mag auch ein Gerücht Erwähnung finden, daB diehess. Räte zu Augsburg am 6. Aug. 1582 dem L. Wilhelm mitteilten:„es solle der churf. von Sachsen mit der kais. Mt. der Lausnitz halbengereichstagt und erhalten haben, das ihme die erblich pleiben und er vorein stand der chron Behmen in die landtafel verzeichnet sein solle" (Marb. Or.).
19) Ueber die Gesandtschaft Dietrichs von Schönberg nach Deutsch-land und seine angebliche Absicht sich J. G. zu bemächtigen vgl. obendie Corr. aus dem J. 1577; über Caspar's von Schomberg erfolgreicheBesehwerden gegen J. C. am sächsischen Hof im J. 1580 namentlichno. 267. „Einlapen": calumniari, denigrare, Grimm III, 220.
20) Vgl. no. 351. „Sax" bezieht sich wohl auf Kf. Augusts19 jährige Tochter Dorothea (no. 282); Brandenburgs Schwester ist Elisa-beth Magdalena, Tochter Kf. Joachims II, geb. 6. Nov. 1537, Wittwedes 1569 gestorbenen Herzogs Franz Otto von Braunschweig Lüneburg.
21) Eine sonderbare Notiz. Herzog Friedrich IV von Liegnitz besassdamals allerdings drei heiratsfähige Töchter: Katharina Sophie (geb. 1561),Anna Maria (geb. 1563) und Aemilia (geb. 1564).
22) Mit den zwei Kff. dürften wohl Brandenburg und Pfalz gemeintsein, auf deren Beistand übrigens J. O. im Ernst kaum rechnen konnte.
23) Der Krieg zwischen Polen und Russland, der im Jan. 1582 zumWaffenstillstand geführt hatte , vermehrte die zwischen Stephan Bathoriund den Habsburgern herrschende Spannung (vgl. oben p. 199 f.). An-lass zu einem Bruch mit Oesterreich konnten die polnischen Ansprücheauf ein paar ungarische Grenzfestungen geben, derentwegen in der Tateine polnische Gesandtschaft am 17. Sept. 1582 zu Augsburg erschien(Fleischmann p. 222). Schon am 27. Juli 1577 hatte der Kaiser anKf. Ludwig geschrieben, dass der K. von Polen mit seinem Bruder demWeyda von Siebenbürgen „sich allerlei unnachbarlichen unzimblichenpracticken gegen uns und unsern undertanen in Hungern, auch andererorten anmassen . . . solle" (Mb. 111/2 b f. 98 Or. vgl. oben no. 341 A. 1).Nach einer Mitteilung des französischen Gesandten zu Rom vom 14. Mai1582 (Les lettres de messirePaul de Foix au roy Henry in,Paris 1628, p. 458; vgl. 610) sollten diese Praktiken geradezu dahin ge-zielt haben, Ungarn und Böhmen den Habsburgern wieder zu entreissen(„que pendsnt la maladie de l'empereur et lors qu'on le tenoit quasi pourdesespirö, on avoit rösolu enHongrie d'elireroy le dit Battori;voire mesmes en Boheme il s'en trouva un grand nombre qui en vouloientfaire autanf). J. C. Aeusserung st.mmt hiemit vollkommen überein. Am24. Juli 1582 hatte er seinen Räten zu Augsburg befohlen, andern Ge-sandten „ad partem an hand zu geben, ob nit mit Ungern (welchealbereit unwillig sein sollen) und Sibenbürgen kundschaft zumachen und des Türken gelegenheit zu erkündigen, item mit ihnen zueonversiren, ob und wie ein friedstand bei dem Türken zu erlangen."Vgl. Charriere IV, 150; Maffei II, 244; 253;4.