Druckschrift 
1 (1882) 1576 - 1582
Entstehung
Seite
551
Einzelbild herunterladen
 

415-416. 1582 551

sachen a. a. 0. Conc. La Hug.). Ein Sehr, des Pf. an Conde vom 2. Oktober2. Okt. verweist auf die Copie des obigen Sehr, an Narrava und auf denausführlichen Bericht La Hug. Der Pf. fügt bei:Croyez-moy ä la veritöque je suis infiniment marri et contriste d'entendre ce que j'entends et deveoir ce que je voy et que je touche comme au doit. Quoy qu'il enadvienne, je vous prie de vous tenir asseurö de mon amytiö , laquelleest et sera tousjoura autant entiere et parfaite que l'ayez jamais cogneu;ayant au reste compassion grande que ne pouviez pour beaueoup d'arti-fleieux empeschements meitre ä effet ce que la grandeur de vostre couragepourroit bien facil et que la necessite des pauvres eglises requerroit."(Mb. a. a. O. Conc.) J. C. hatte Conde zur persönlichen Teilnahme andem bevorstehenden kölnischen Krieg aufgefordert (La Hug. II, 165; 174).

416. Relation des kurpfälzischen Kanzlers über denB.6.Okt.

Reichstag.

Freitag 5. Oktober. Anwesend: d»r Kf., Grosshofmeister, Kanzler,Marschalk, Gotfart, Hofrichter, Schmidtberger, Eberhard von Lim-purg, Hoeneckh, D. Micyllus, D. Rauber, D. Culman.

Kanzler: Verliest die einzelnen Punkte des Abschieds undreferirt bei jedem.

I. Man habe gradatim gehandelt, die geistlichen Kff. hättenlange bei P. gehalten. Etliche wollten 60 Monate bewilligen, ob-wohl 5 Vota dawider waren und das 6. billig folgen sollen.Aberman habs so lang rumbgezogen, bis es uff 40 monat komen."

Etliche Protestationen;gegen dieser hilf hab kaiser sich er-potten religion und prophanfrieden zu halten. Diss sei in achtzu haben, da es contractus innominatus." Sie hätten am Sonntagexpresse vorbehalten, falls P. sein Kreisoberstenamt sonderlichAach halben brauchen müsse,het sie mit irer contribution ansich zu halten." Eventualbewilligung der Städte; deren Protestzwei Tage vor Publikation des Abschieds;haben doch gesiegelt."Der Streit des Kaisers mit den Städten; sie suchten deren Scrip-tum vergebens zu mildern.Kaiser hab letzlich M. und Triersambt Wurzb. zu sich genomen, aber vergeblich mit in gehandlet."Viheuser Privathandlung und Drohungen. Stehe nun darauf, wasKaiser mit den Städten tun wolle.Sollen sich etliche erbottenhaben zu exequiren contra stett." Man hielt ihnen vor,den stettenseien fursten one das ufsetzig; alles dahin gericht, das mantrennung macht." Wegen Veranlagung der Untertanen von P.vorige Prozesse aufzusuchen.

II. Man habe wenigstens die deutsche Libertät zu unter-drücken versucht, aber schliesslich vorige Abschiede repetirt.Seieinmal soweit komen, das Sachsische eingestelt und resolution vonirm hern erfordert. Da man warten sollen uf solchen bescheid,wers erger worden." Daher drangen sie auf Resolution, woraufauch der Kaiser sich bald erklärte.

Die Hülfe, so dem westphälischen Kreis zu leisten. Von denAemtern Bericht über Werbungen zu fordern;het man etwas ge-tan." Stecke nichts dahinter, als den Kff. und Fürsten Freund-schaft und Correspondenz mit den Nachbarn abzustricken. WegenBereithaltung zur Hülfe soll P. die Stände seines Kreises erinnern,