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6.—6.Okt.ferner den Convent der 3 Kreise ausschreiben, inzwischen be-denken, was für Leute zu gebrauchen. Wenn man es recht an-greife, sei es ein gutes Werk, sonst wäre es besser aufs Reichzu schlagen. Ob die Hülfe dreier Kreise genügt?An Parma und die Staaten geschrieben.
III. Specialia: Camrich, Livland, B. von Basel. Schickungin die Moskau; „alles unerregt blieben." Karls von SchwedenBegehren konnten sie nicht vorbringen.
IV. Revision bei Compromissen. Bremens halb eingestelltbis zur Deputation gen Speier. Deputation parteiisch, lauter Papisten.Parteiische Deputation der Mainzer von Kreisen und Kriegenao. 55.
V. Wegen Moderation und Matrikel sei auf 1. Aug. 83. nachSpeier deputirt. Prozess des Fiskals wegen eines 5. Teils zuKreuznach. Exemtion von Waldsassen, Selz und Gelnhausen. Sachsenbeschwert sich über ErhöhuiigJI. Georgen Teils. Wegen J. C. An-schlag ein Bericht an den Kaiser gestellt, nicht übergeben , daseine Belehnung aufgezogen „bis uff den tag P. rat hinweg zogen.Aber besser wer es, das Casimir zu bewegen, di reichshilf wiebisher uss einer hand zu erlegen"; demselben zu schreiben, P. habegefürchtet, der Bericht hätte Zerrüttung gegeben; die Kreishülfekönnte jeder in seinem Kreis entrichten.
VI. Münzwerk: nichts Neues. Kaiserliche Mandat, wegenböser Münzen und Tag der Steigerung halben zu erwarten.
VII. Session: bleibt im bisherigen Stand.
Samstag 6. Okt. Anwesend die Nämlichen. Kanzler: Sessions-streit zwischen J. C. und Baiern. Vergebliche (Bemühungen letz-terem den Vorsitz ganz oder halb zu entziehen. „Werd Casimirnun die handlung treiben und P. als caput auch in die sach ziehen."
Magdeburgischer Sessionsstreit erzählt; sei nicht im Kur-oder Fürstenrat, sondern privatim gehandelt.
Andere Sachen. Convent wegen der Religionsgravamina, beiSachsen nur mit Mühe durchgesetzt; erste Schrift ad Caesarem1. August. P. Befehl vor Erledigung dieser Sachen nichts zu be-willigen war nicht durchzuführen, „weil Sachsen in der persondagewesen und nit dran gewolt"; Freistellung und Declaration, da-hin gestellt, „da sich fei zutragen, sol einer sehen, das er hilfhabe." Kais. Replik; Antwort und Mahnung der Stände; Replikderselben auf des Kaisers letzte Resolution. Dabei beruhte es;,,und wirdt man muessen warten, was druff geschee; wan die Ver-folgungen angehen solten, wurden fursten und grafen P. ersuchen,was man mit der contribution tun solle."
Beschwerden der steirischen Landschaft in Sachen der Reli-gion. P. soll wieder an den Herzog schreiben; „sei ein fromerherr, aber pabst plagt in per legatos."
Confessionsverwandte zu Köln ; schlechte Antwort des Kaisersund Beschwerdeschrift der katholischen Stände. Schreiben an denRat zu Köln und den Erzb.
Vergebliche Schritte der Pfälzer in Sachen des custodirtenHerzogs Hans Friedrich; „sei zu erbarmen"; der Herzog brieflichzur Geduld zu ermahnen und P. weiterer Hülfe zu versichern.